#sicherheim-Initiative setzt sich für Frauen ein

Jede 3. Frau wird Opfer häuslicher oder sexueller Gewalt durch den Partner

Häusliche Gewalt kommt öfter vor, als man vielleicht denkt.
Häusliche Gewalt kommt öfter vor, als man vielleicht denkt.
© dpa, Maurizio Gambarini, gam sup sab rho mut rho fg wst

28. Mai 2020 - 12:54 Uhr

Auch Männer sind betroffen

Es sind Zahlen, die einem den Atem stocken lassen. Jede dritte Frau in Deutschland erfährt durch ihren Partner häusliche oder sexuelle Gewalt. Doch auch Männer sind betroffen. Aufgrund von Covid-19 und den notwendigen Maßnahmen wie Homeoffice und Kontaktbeschränkungen rechnen Experten weiterhin mit steigenden Zahlen.

Die Dunkelziffer ist sowohl bei Gewalt gegen Frauen als auch gegen Männer sehr hoch. Nicht jede*r Betroffene*r sucht Hilfe, nicht jeder Fall wird der Polizei gemeldet - letztendlich wird die Statistik dadurch verzerrt.

Es gebe Hinweise auf einen Anstieg der häuslichen Gewalt und des Missbrauchs, berichtete das Familienministerium. Das hänge auch mit den Maßnahmen gegen die Coronapandemie zusammen. Eine Sprecherin von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sagte, man habe in der Woche vom 13. bis 19. April einen Anstieg häuslicher Gewalt von 17,5 Prozent im Vergleich zu zwei Wochen zuvor verzeichnet.

Mit der Kampagne #sicherheim, eine Initiative der UFA, sollen Spenden für Hilfsorganisationen und Frauenhäuser gesammelt werden.

Frauenhäuser unter Quarantäne - das wäre ein Problem

Das Coronavirus hat auch Auswirkungen auf die Arbeit in Frauenhäusern. "Wir müssen damit rechnen, dass die Zahlen der Fälle von Gewalt gegen Frauen steigen werden", sagt Claudia Fritsche von der Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW. Sie berate täglich mit den Kolleginnen, wie damit umzugehen sei. Besondere Sorge habe sie vor dem Moment, an dem Frauenhäuser unter Quarantäne gestellt würden und keine neuen Frauen aufnehmen könnten. "Das würde weniger Plätze für schutzsuchende Frauen und gleichzeitig mehr Bedarf bedeuten", so Fritsche.

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Helfen auch Sie Opfern häuslicher Gewalt

Dieser Beitrag ist Teil der Initiative #sicherheim der UFA, der Agentur Die Botschaft sowie der Bertelsmann Content Alliance, zu der auch die Mediengruppe RTL gehört. Gemeinsam mit der Schirmherrin der Kampagne Natalia Wörner und weiteren prominenten Unterstützern setzen wir ein Zeichen im Kampf gegen häusliche Gewalt an Frauen. 
 
Bitte helfen Sie Opfern häuslicher Gewalt. Stiftung stern e.V. leitet Ihre Spende an Frauenschutz- und Beratungs-Verbände in Deutschland weiter. 
Stiftung stern e.V. - IBAN DE90 2007 0000 0469 9500 01 - BIC DEUTDEHH - Stichwort: sicherheim

Mehr Infos unter www.sicherheim.org 
#sicherheim

Bei welchen Anlaufstellen Opfer und Angehörige zudem Hilfe finden, erfahren Sie hier.