28. Mai 2019 - 11:30 Uhr

Gucci-Turban erntet Shitstorm

Die Luxus-Marke Gucci muss dieses Jahr mit einigen Shitstorms kämpfen. Erst kürzlich musste Gucci nach heftigen Kritiken an einem Sweater mit einem Blackface die Kollektion vom Markt nehmen. Nun gibt es neue Vorwürfe wegen einem Turban der diesjährigen Frühjahrs-/Sommerkollektion.

Nordindische Religionsgemeinde der Sikhs fühlt sich angegriffen

Und wiedermal sorgt Gucci für negative Schlagzeilen, als im Luxus-Bekleidungs-Onlineshop "Nordstrom" ein "Indy full Turban" für 790 US-Dollar auftauchte. Das Modell ähnelt der Kopfbedeckung, die die nordindische Religionsgemeinde der Sikhs auf der ganzen Welt tragen. Daraufhin fühlte sich die Gemeinde angegriffen und wirft dem Label kulturelle Besitzergreifung, unsensibles Handeln und einen viel zu teuren Preis vor.

Auf Twitter startete eine hitzige Diskussion, so schrieb ein User: "Liebe Non-Sikhs, gebt nicht 750 Dollar für einen fake Gucci-Turban aus. Ich kann euch umsonst zeigen, wie ihr einfach Turbane binden könnt!"

Bisher keine Stellungnahme von Gucci

Nach den Anschuldigungen nahm Nordstrom das Produkt wieder von der Seite und entschuldigte sich auf Twitter: "Wir haben beschlossen, das Produkt von der Seite zu nehmen. Es war niemals unsere Absicht, ein religiöses und kulturelles Symbol zu entwürdigen. Wir entschuldigen uns bei jedem, den wir dadurch eventuell angegriffen haben." Von Gucci kam bisher keine Stellungnahme.