RTL News>News>

Shitstorm gegen Merian: New York-Reiseführer sorgt für Rassismus-Debatte

Shitstorm gegen Merian: New York-Reiseführer sorgt für Rassismus-Debatte

Merian: New York Führer
Der Reiseverlag Merian steht durch diese Formulierung in der Kritik. Foto: Twitter Hatice Akyün

Empörung bei Twitter

"Die größte Stadt Amerikas hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert: Die Weißen stellen nur noch ein Drittel ihrer Bewohner. Kein Grund zur Sorge: New York ist heute eine der sichersten Großstädte des Landes."

Mit diesem Text sorgt der Reiseverlag Merian für Empörung im Internet. Die Folge: ein Shitstorm. Unter dem Hashtag #Rassismus entrüsten sich zahlreiche User bei Twitter über die Formulierung in einem New Yorker Reiseführer. "Alltagsrassismus. Dumm und betrüblich. Sicher tragen die Kinder der Urheber ZARA-Shirts", schreibt Twitter-User Oliver v Dobrowolski in Anspielung auf die Modekette, die bis vor kurzem schwarz-weiß gestreifte Oberteile mit gelbem Stern für Kinder anbot – viele dachten an KZ-Häftlingskleidung.

Evan Romero-Castillo schreibt: "Ich freue mich (fast) auf die Antwort von Merian." Und die gibt es inzwischen: "Sowohl der Autor als auch TRAVEL HOUSE MEDIA (Verlag, Anm. d. Red.) wollten sich auf keinen Fall rassistisch äußern. Hinter unseren Produkten stecken Menschen und Menschen machen Fehler. Wir entschuldigen uns vielmals für diese Formulierung und nehmen die berechtigte Kritik ernst. Deshalb haben wir den Text sofort überarbeitet. Die korrigierte Auflage des Reiseführers wird bereits Ende 2014 in den Buchläden stehen", heißt es in der Stellungnahme, die auf meedia.de veröffentlicht wurde.