2019 M02 11 - 15:11 Uhr

Die Betreiber von Shisha-Bars sollen in Hamburg per Gesetz zum Schutz ihrer Gäste vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen verpflichtet werden. Einen entsprechenden Entwurf von Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer Storcks (SPD) will der Senat am Dienstag beschließen, wie die Gesundheitsbehörde am Montag mitteilte. Er sieht vor, Shisha-Barbetreiber zu verpflichten, technische Maßnahmen zu ergreifen, um den Kohlenmonoxid-Gehalt unter dem gesetzlich festgelegten Maximalwert von 35 Milligramm pro Kubikmeter Raumluft zu halten, etwa durch Lüftungs- und Abluftvorrichtungen. Außerdem sollen Kohlenmonoxid-Warngeräte vorgeschrieben werden.

Am Wochenende hatten Polizei, Zoll und das Bezirksamt Mitte in den Stadtteilen Billstedt, Hamm und St. Georg fünf Shisha-Bars durchsucht. Da in zwei Bars die Kohlenmonoxid-Werte überhöht waren, kam die Feuerwehr zum Einsatz. Außerdem wurden nach Angaben des Zolls 76 Kilogramm unversteuerter Tabak sichergestellt.

Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchsloses Atemgift. Immer wieder kommt es in Shisha-Bars zu Zwischenfällen mit Verletzten. Erst in der Nacht zum Sonntag waren im niedersächsischen Peine zwei junge Frauen in einer Shisha-Bar aufgrund erhöhter Kohlenmonoxid-Konzentration bewusstlos geworden.

Quelle: DPA