'Shades of Grey' erfreut sich Nachahmer: Feuerwehr im Dauereinsatz

11. August 2013 - 19:55 Uhr

Nachahmer in misslichen Lagen

Man begegnet ihnen derzeit überall: Am Strand, im Schwimmbad - Frauen die 'Shades of Grey' lesen. Der erotische Sadomaso-Roman ist für viele offenbar die perfekte Urlaubslektüre. 70 Millionen haben die Beschreibung der Fesselspielchen zwischen einer Studentin und einem Millionär gelesen, und zumindest auf der britischen Insel scheint das Verhaltensänderungen im Schlafzimmer mit sich zu bringen, beobachtet die Londoner Feuerwehr.

Shades of Grey: Feuerwehr im Stress
Allein 79 Mal musste die Londoner Feuerwehr ausrücken, weil sich Paare nicht mehr aus ihren Handschellen befreien konnten.
© Corbis / Splash News

Seit dem Erfolg der 'Shades-of-Grey'-Erotik-Bestseller werden sie öfter zu Einsätzen gerufen, die sie vorher nicht hatten. Die Lektüre von Fesselspielen beflügelt offenbar die Fantasie der Menschen. Nur überblicken sie nicht alle Folgen, sodass ab und an Hilfe gerufen werden muss, um aus misslichen Lagen befreit zu werden. Allein 79 Mal musste die Londoner Feuerwehr ausrücken, weil sich Paare nicht mehr aus ihren Handschellen befreien konnten.

"Über die letzten drei Jahre beobachten wir einen zunehmenden Trend, wir hatten etwa 1.300 Anrufe mit sehr merkwürdigem Hintergrund. Dass Leute den Ring nicht mehr vom Finger bekommen ist ja normal, aber die letzte Zeit geht es eher um andere Körperteile die feststecken. Es waren schon Toaster dabei, Staubsauger, diverse Ringe an diversen Stellen", erklärt Feuerwehrmann Mark Hazelton.

Der Zusammenhang zwischen dem Roman und der Realität ist natürlich nicht bewiesen. Eine Umfrage der RTL-Reporterinnen Carolin Fiehm und Stefanie Albrecht zeigt aber, dass eine Verknüpfung durchaus möglich ist: