SH: Gesamtzahl der Menschen mit HIV steigt leicht

Eine Frau hat sich eine rote Schleife angeheftet. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild
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29. November 2019 - 7:30 Uhr

In Schleswig-Holstein haben 2018 etwas mehr Menschen als im Vorjahr mit dem Immunschwächevirus HIV gelebt. Etwa 1500 HIV-positive Menschen gab es laut Schätzungen des zuständigen Robert-Koch-Instituts (RKI) 2018 im Norden. Dass die Zahl der Menschen mit HIV in Schleswig-Holstein wie auch bundesweit trotz sinkender Neuinfektionen steige, liege an der erfolgreichen Therapie, erklärte die Pressesprecherin des RKI, Susanne Glasmacher. "Im Saldo sterben weniger Menschen an HIV als sich neu infizieren."

Nach den Zahlen des RKI lebten in Deutschland im vergangenen Jahr etwa 88.000 Menschen mit HIV. Der mit Abstand häufigste Übertragungsweg ist der Sex zwischen Männern. HIV verursacht unbehandelt Jahre nach der Infektion das Immunschwächesyndrom Aids und führt ohne Therapie zum Tod. Mit Medikamenten kann der Ausbruch der Krankheit Aids verhindert werden, Infizierte haben dann die gleiche Lebenserwartung wie Nicht-Betroffene. Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag.

Quelle: DPA