Sexy Dehnungsstreifen und bunte Periode? 21-jährige Künstlerin will auf Frauenprobleme aufmerksam machen

16. März 2018 - 12:19 Uhr

Diese Kunstaktion bricht Tabus

Wir verstecken sie unter unserer Kleidung, kaufen Cremes, die versprechen, dass sie verschwinden und tun einfach alles, damit man sie gar nicht erst bekommt: Dehnungsstreifen, aber auch die monatliche Periode, verbunden mit Regelschmerzen und Blutungen, sind auch noch heute Tabuthemen. Künstlerin Cinta Tort Cartró will all das nicht mehr akzeptieren. Aus Periode und Dehnungsstreifen zaubert Cinta wunderschöne Kunstwerke in Regenbogenfarben.   

"Mir wurde der Prozess der Menstruation in der Schule nie beigebracht"

"Viele Menschen menstruieren und ich bin überrascht, dass die Periode im 21. Jahrhundert immer noch als etwas Unnatürliches gesehen wird und man nicht darüber spricht", erzählt sie dem britischen Nachrichtenmagazin 'metro'. Mit ihrer bunten Fotoserie auf Instagram zeigt Zenata, das ist übrigens ihr Künstlername auf Instagram, dass Dehnungsstreifen und Periode ganz normal sind und man sich für keinen Makel schämen muss.

Doch auch Cinta hat sich lange Zeit nicht wohl in ihrem Körper gefühlt. "Mir wurde der Prozess der Menstruation in der Schule nie beigebracht, dass man die Blutung jeden Monat bekommt. Ich erinnere mich an den schrecklichen Gedanken in der Schule, einen Stuhl mit Blut zu beschmutzen. Ich hatte furchtbare Angst davor, was die anderen denken würden.

"Wir müssen gegen den ästhetischen Druck kämpfen"

"Ich habe mich nicht immer sicher in meinem Körper gefühlt", erzählt Cinta. Als sie 14 Jahre war, litt Cinta unter der Essstörung 'Anorexie'. "Ich war ein großes und pummeliges Mädchen mit Dehnungsstreifen. Ich wollte den perfekten Körper haben, der von der Gesellschaft auch akzeptiert wird. Über die Jahre konnte ich mir dann irgendwann eingestehen: wenn ich nicht alles an meinem Körper akzeptiere – Haare, Cellulite etc.  – dann werde ich mich nie richtig kennen oder lieben." Diese Unsicherheiten zu durchbrechen und zu überwinden, war für Cinta eine lange und harte Reise.

Cinta hofft mit ihrer Kunst andere Menschen zu ermutigen, ihren Körper zu akzeptieren wie er ist. "Ich möchte die Menstruation normalisieren, sodass man darüber reden kann – ohne irgendwelche Tabus." "Wir müssen gegen den ästhetischen Druck kämpfen und wir müssen ein für alle Mal akzeptieren, dass wir verschieden sind und das die Verschiedenartigkeit etwas Wunderschönes ist. Einfach stark!