Sexualmord in Allgäuer Klinik: Neuneinhalb Jahre Jugendstrafe für Schüler (19)

Klinik-Mord im Allgäu
Er bedrängte die 39-Jährige in ihrem Zimmer sexuell. Als sie sich ihm widersetzte, tötete er sie mit mehreren Scherenstichen.
dpa, Karl-Josef Hildenbrand

“Ungeheure und unbändige Gewalt“

Ein Schüler (18) bedrängt eine Mitpatientin (39) in einer Klinik für Psychosomatische Medizin sexuell und tötet sie anschließend. Dieser Sexualmord ereignete sich 2012 im Allgäu. Nun wurde der heute 19-jährige Schüler verurteilt.

Wegen Mordes und versuchter Vergewaltigung einer Patientin hat das Landgericht Memmingen ihn zu neuneinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Der 19-Jährige habe schwerste Schuld auf sich geladen, sagte die Vorsitzende Richterin in der Urteilsbegründung. "Es war eine Tat von ungeheurer, unbändiger Gewalt, die brachial ausgeführt wurde."

Opfer starb durch mehrere Scherenstiche

Nach einer Feier in der Nacht zum 27. März 2012 bedrängte der Schüler aus Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) die Frau in ihrem Zimmer sexuell. Als sie sich ihm widersetzte und laut schrie, würgte er sie und tötete sie mit mehreren Scherenstichen.

Am Morgen nach der Tat fand eine Putzfrau die nackte Leiche auf dem blutbespritzten Bett. Der 18-Jährige reiste am gleichen Tag nach Hause ab, da sein Klinikaufenthalt beendet war. Der Schüler war der Polizei bereits wegen einer im Jahr 2011 begangenen Körperverletzung bekannt. Er hinterließ DNA-Spuren am Tatort.