Sexismus-Eklat um Gladbachs U23-Trainer

Bundesliga-Frauen fühlen sich "beleidigt, diskriminiert und lächerlich gemacht"

Alexandra Popp
Alexandra Popp
© picture alliance, Fotostand / van der Velden

20. März 2021 - 13:34 Uhr

Bundesliga-Spielerinnen schreiben offenen Brief an DFB

Der Sexismus-Eklat um Borussia Mönchengladbachs U23-Trainer Heiko Vogel zieht weiter Kreise. Nun haben die Bundesliga- und Zweitliga-Fußballerinnen auf dessen Aussagen sowie folgender "Strafe" reagiert und einen Offenen Brief an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) geschickt. Die Spielerinnen sehen sich "beleidigt, diskriminiert und lächerlich gemacht".

Den Brief veröffentlichten unter anderem die DFB-Kapitän Alexandra Popp (VfL Wolfsburg). Vogel hatte wegen unsportlichen Verhaltens gegenüber zwei Schiri-Assistentinnen vom Westdeutschen Fußballverband (WDFV) eine Auflage erhalten. Er soll bis zum Sommer sechs Trainingseinheiten einer Frauen- oder Mädchenmannschaft leiten.

„Weit mehr als unsportlich"

"Dieses Urteil diskriminiert alle Frauen im Sport und speziell im Fußball", schreiben die Bundesliga-Frauen in dem Brief. Das Verhalten Vogels sei in den Augen der Spielerinnen "weit mehr als unsportlich, sondern beleidigend und diskriminierend".

Die Spielerinnen richteten sich direkt an den DFB: "Wir fordern Sie auf, als höchste Institution des deutschen Fußballs, dazu Stellung zu beziehen und aktiv zu werden."

Der Brief endet mit den klaren Worten: "Wir alle fühlen uns beleidigt, diskriminiert und lächerlich gemacht."

Kommentar: Wenn Frauen zur Strafe werden