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Sexismus im Gaming: Frauen berichten von Beleidigung und Ablehnung

Sexismus im Gaming: So schlimm ist es wirklich!
Sexismus im Gaming: So schlimm ist es wirklich! Frauen berichten von Beleidigungen 01:32

Spielerinnen werden oft nicht ernst genommen

Das Image vom zockenden Jungen ist längst überholt. Gaming ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, denn die Hälfte aller Spieler sind mittlerweile Frauen. Doch viele männliche Gamer scheinen das nicht zu akzeptieren, denn Sexismus-Vorwürfe werden laut. Im Video erzählen Gamerinnen auf der Gamescom von ihren persönlichen Erfahrungen.

Viele Gamerinnen benutzen männliche Decknamen

Im Netz schließen sich immer mehr Frauen zusammen, um über Sexismus in der Gaming-Branche zu sprechen. Sie berichten von Beleidigungen und Ausgrenzung. Das geht soweit, dass sich viele Spielerinnen geschlechtsneutrale oder männliche Decknamen geben und nur Spiele ohne Voice-Chats spielen.

Subjektiv ist der Eindruck nicht. Auch Spielehersteller merken ein Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern, denn Spiele mit weiblichen Hauptcharakteren verkaufen sich deutlich schlechter als die mit männlichen Protagonisten.

Wird #GamerLeaks das neue #MeToo?

Ruth Marquardt, systemische Familienberaterin, schätzt ein, dass die Bewegung hinter #GamerLeaks zur nächsten "Me Too"-Debatte werden könnte. „Ich nehme es so wahr, dass Frauen mittlerweile eher für sich einstehen und sich trauen, Dinge anzuprangern, die sie bis jetzt nicht gesagt haben. Und es wäre eine große Chance, das zu nutzen, um eine konstruktive Debatte zu führen.“

Sexismus ist in vielen Branchen ein Problem und wird aktuell viel diskutiert – und das sei gut so, bestärkt Marquardt. Der Grund für sexistische Kommentare im Gaming sei aber ein anderer: „Es geht hier um Hass-Kampagnen. Und Hass und Abwertung passiert immer dann, wenn sich jemand klein fühlt, um sich dann aufzuwerten.“ Das männliche Geschlecht sei also schlicht durch die wachsende Zahl der Frauen in der zuvor so maskulinen Gamer-Branche eingeschüchtert.

Sexismus in der Gaming-Realität

Auf den großen Veranstaltungen wie der Gamescom in Köln will man von einem strukturellen Sexismus nichts wissen. Das Image der friedlich miteinander spielenden Community soll aufrechterhalten werden. Doch auch hier berichten die Spielerinnen von Problemen mit anderen Spielern, aber auch mit der Branche an sich.

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