'Sewol': Angeklagter bekennt sich schuldig

17. Juni 2014 - 20:45 Uhr

Im Prozess gegen die Besatzung der im April untergegangenen südkoreanischen Fähre 'Sewol' hat einer der Angeklagten zugegeben, er habe die Passagiere im Stich gelassen. Er wolle sich nicht damit entschuldigen, "dass er die Passagiere nicht habe retten können, als das Schiff schnell zur Seite gekippt sei", sagte der Anwalt des ersten Schiffsingenieurs laut der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap am zweiten Prozesstag. Drei andere Crewmitglieder hätten die Vorwürfe unter anderem der Fahrlässigkeit bestritten.

Bei dem Fährunglück am 16. April vor der Südwestküste Südkoreas waren mindestens 292 Menschen ums Leben gekommen. Noch immer gelten zwölf der ursprünglich 476 Insassen als vermisst. Der Prozess gegen die 15 leitenden Crewmitglieder hatte vor einer Woche vor dem Bezirksgericht in der südwestlichen Stadt Kwangju begonnen.