Serienmord in spanischem Altenheim: Elf Tote

14. Februar 2016 - 18:08 Uhr

In der Kleinstadt Olot im Nordosten Spaniens hat ein Altenpfleger mindestens elf Heimbewohner umgebracht. Der 45-Jährige sagte bei seiner Vernehmung durch einen Ermittlungsrichter aus, er wisse nicht, weshalb er die alten Menschen getötet habe. Er bestätigte nach Angaben seines Anwalts allerdings auch eine frühere Aussage, wonach er die Heimbewohner "aus Mitleid" vergiftet habe und die Opfer "von ihren Leiden befreien" wollte. Der Pfleger hatte nach eigenen Angaben drei seiner Opfer gezwungen, ein Putzmittel zu trinken, zwei tötete er mit einer Überdosis Insulin und die übrigen mit einer tödlichen Mischung von Medikamenten. Er gab auch zu, einen zwölften Heimbewohner vergiftet zu haben. In diesem Fall sei jedoch unklar, ob der Betreffende an dem Gift oder durch eine natürliche Ursache starb.

Den Behörden war aufgefallen, dass in den Dienstzeiten des 45-Jährigen besonders viele Heimbewohner gestorben waren. In einer ersten Vernehmung gestand er den Mord an drei alten Menschen.

Der Ermittlungsrichter ordnete später die Exhumierung von acht weiteren Toten an, um prüfen zu lassen, ob die früheren Heimbewohner ebenfalls vergiftet worden waren. Daraufhin gestand der Pfleger die weiteren Morde. Der Fall ist einer der schlimmsten Serienmorde in der spanischen Kriminalgeschichte.