Pöbler im Visier

Italien kämpft mit Videobeweis gegen Rassismus

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21. Oktober 2019 - 10:40 Uhr

Serie A: Mit dem Videobeweis VAR gegen Rassismus

Neuer Aufgabenbereich für den Videobeweis in Italien. Italiens Fußballverband (FIGC) will künftig mit dem Videobeweis gegen rassistische Gesänge von Fans vorgehen.

Der Verband teilte mit, dass die Technologie, mit der normalerweise Schiedsrichter unterstützt werden, nun auch zur Identifikaion von rassistischen Stadionbesuchern eingesetzt wird.

"In einigen Fällen werden rassistische Gesänge bemerkt und in anderen nicht. Man muss die Gründe dafür prüfen. Daher werden wir die Videobeweis-Technologie gegen Rassismus in den Stadien einsetzen", sagte Verbandspräsident Gabriele Gravina im Interview mit dem italienischen TV-Sender Sky Sport.

"Es interessiert mich nicht, wie viele Fans sich den Gesängen anschließen. Auch im Einzelfall muss man eingreifen. Dank der heutigen Technologie können Clubs rassistische Fans verfolgen."

Serie A: Immer wieder Probleme mit Rassismus

Zuletzt war die Serie-A-Partie zwischen Atalanta Bergamo und AC Florenz unterbrochen worden - Fans hatten rassistische Gesänge angestimmt. Florenz-Profi Dalbert Henrique sprach den Schiedsrichter darauf an. Auch Belgiens Topstürmer Romelu Lukaku von Inter Mailand wurde in den vergangenen Wochen im Stadion rassistisch beschimpft.