Mexikaner stellt sich auf Abgang ein

Perez: "Offensichtlich", wer bei Vettel-Wechsel gehen muss

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21. Juli 2020 - 8:11 Uhr

Perez würde seinen Sohn auch nicht rausschmeißen

Sergio Perez macht sich keine Illusionen über seine Zukunft beim künftigen Werksteam Aston Martin. Sollte Sebastian Vettel 2021 zu Aston Martin wechseln, sei es "offensichtlich", dass er für den viermaligen Formel-1-Weltmeister weichen müsse, sagte der Mexikaner im Interview mit "Movistar+ F1".

Vater Stroll hat das Sagen

Perez' Problem: Obwohl ihn eigentlich die gesamte Formel-1-Welt für den besseren Fahrer als Stallkollege Lance Stroll hält, ist dessen Platz im Team praktisch so sicher wie eine verbeamtete Lehrerstelle.

Strolls Vater Lawrence ist Miteigentümer von Racing Point. Der Milliardär hat zudem den Einstieg von Aston Martin ab 2021 mit seinen Millionen erst möglich gemacht.

Stroll wird also einen Teufel tun, seinen Sohn vom Hof jagen, nur, um Vettel ein Cockpit zu verschaffen. Perez kann das verstehen: "Ich bin Vater, ich würde meinen Sohn nicht rausschmeißen."

Marko rät Vettel zu Aston Martin

Klausel ermöglicht vorzeitiges Vertragsende

Perez hatte am Rande des Ungarn-GP schon freimütig eingeräumt, nach den Gerüchten über einen Vettel-Wechsel zu Aston Martin von einem anderen Team kontaktiert worden zu sein.

"Checo" fährt seit 2014 für das künftige Aston-Martin-Team, das bis 2018 Force India hieß und seither als Racing Point firmiert.

Der Mexikaner hat bei Racing Point/Aston Martin zwar einen Vertrag bis 2022, offenbar steckt darin aber eine Klausel, die es dem Rennstall möglich macht, sich gegen eine Millionen-Zahlung vorzeitig von Perez zu trennen. 

SportPesa Racing Point F1 Team drivers Sergio Perez and Lance Stroll arrive to unveil their team's new car livery at a pre-season launch event at the Canadian International AutoShow in Toronto, Ontario, Canada, February 13, 2019. REUTERS/Mark Blinch
Lance Stroll (l.) und Sergio Perez sind seit 2018 Teamkollegen in der Formel 1
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Szafnauer: Interesse an Vettel logisch

Ein Engagement Vettels bei Aston Martin wird angesichts dieser Entwicklungen immer wahrscheinlicher, auch wenn sich der Deutsche nach wie vor bedeckt hält. Es habe lediglich "lose Gespräche" gegeben, sagte Vettel in Budapest.

Auch Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer bestätigte, dass der Rennstall Vettel auf dem Schirm habe, indem er vielsagend fragte: "Wie könnte man nicht interessiert sein an einem viermaligen Weltmeister?"