RTL News>News>

Serbisch-orthodoxe Kirche vor Spaltung

Serbisch-orthodoxe Kirche vor Spaltung

Der zwangspensionierte und verbannte serbisch-orthodoxe Bischof Artemije hat ein Kloster besetzt und mit seinen Anhängern dort einen Gottesdienst gefeiert.

Dutzende Mönche begrüßten den dogmatischen Geistlichen, der im letzten Frühjahr von der Kirchenführung wegen finanzieller Machenschaften und seines luxuriösen Lebens abgesetzt worden war, am Morgen im Kloster der Gemeinde Zubin Potok im Norden Kosovos. Damit steht diese Glaubensgemeinschaft unmittelbar vor der Spaltung, kommentierten Kirchenexperten diesen Schritt des 75-Jährigen.

Das in Belgrad tagende Kirchenparlament (Sabor), die höchste Instanz dieser Religionsgemeinschaft, hatte Artemije ausdrücklich untersagt, dort mit seinen Getreuen eine Messe zu feiern. Das Kosovo-Bistum sprach von einer "Besetzung" des Klosters durch den Bischof, der in ein Kloster vor den Toren Belgrads verbannt worden war. Am Vortag hatte der Sabor Bischof Teodosije (47) zum Nachfolger von Artemije gewählt. Artemije und seine Gefolgsleute erkennen diese Entscheidung nicht an.