Serben veruntreuten Milliarden Euro im Kosovo

14. Februar 2016 - 17:58 Uhr

Große Teile der Milliardenhilfen Serbiens für Landsleute im Kosovo sind nach Medienberichten veruntreut worden. Von den 6,2 Milliarden Euro, die aus dem serbischen Staatshaushalt in den vergangenen zwölf Jahren ins Kosovo geflossen seien, fehle oft jede Spur, berichtete die Zeitung 'Press'. Innenminister Ivica Dacic bestätigte, dass die Polizei Ermittlungen in dem Skandal aufgenommen hat.

Hohe Summen hätten Serben erhalten, die schon längst nicht mehr im Kosovo lebten. So zahle der staatliche serbische Stromversorger EPS bis heute die Gehälter von rund 6.000 Serben, die früher im Kosovo-Kraftwerk Obilic angestellt waren. Sie lebten inzwischen seit vielen Jahren in Serbien und müssten für ihren Lohn nicht arbeiten.