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Separatisten werfen Ukraine Blockade von Friedensgesprächen vor

Separatisten werfen Ukraine Blockade von Friedensgesprächen vor

Ukraines Präsident Petro Poroschenko
Sieht sich derzeit Sabotage-Vorwürfen ausgesetzt: Ukraines Präsident Petro Poroschenko.
dpa, Maurizio Gambarini

Separatisten kritisieren prowestliche Führung

Die prorussischen Separatisten im Konfliktgebiet Donbass haben der prowestlichen ukrainischen Führung eine Blockade der Friedensgespräche vorgeworfen. "Die Ukraine sabotiert die Minsker Verhandlungen", sagte Separatistenanführer Alexander Sachartschenko Medien zufolge in Donezk. "Alle sagten, dass die Gespräche stattfinden - aber es gibt sie nicht." Sachartschenko warf der Ukraine vor, die derzeitige Feuerpause zu nutzen, um neue Waffen aus den USA zu erhalten und sich auf einen Krieg vorzubereiten.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte sich zuletzt für neue Verhandlungen der Konfliktseiten an diesem Sonntag in der weißrussischen Hauptstadt Minsk ausgesprochen. Eine Einigung auf ein Treffen war aber am Freitag gescheitert. Regierungstruppen und Separatisten warfen sich einzelne Verstöße gegen die Waffenruhe vor. Nach Angaben der georgischen Botschaft in Kiew starb ein 32-jähriger Mann aus der Südkaukasusrepublik, der auf der Seite der Regierungstruppen gekämpft hatte.

Das Verteidigungsministerium in Tiflis hatte zuletzt einen Appell von Ex-Präsident Michail Saakaschwili kritisiert, der georgische Soldaten zum Dienst in den Reihen der ukrainischen Armee aufgerufen hatte. Der in seiner Heimat wegen Amtsmissbrauchs zur Fahndung ausgeschriebene Saakaschwili tritt als Berater der ukrainischen Führung auf.