Ein Detail ist besonders gruselig

Jahrhundert-Fund: Älteste Rüstung eines römischen Legionärs in Kalkriese entdeckt

Restauration Funde Schienenpanzer am 16.08.2020/ Foto: Hermann Pentermann
© Hermann Pentermann

28. September 2020 - 9:34 Uhr

Begeisterung bei den Archäologen

In Kalkriese in Niedersachsen haben Forscher den ältesten erhaltenden Schienenpanzer eines Legionärs gefunden. Diese Art Rüstung besteht aus mehreren, miteinander verbundenen Metallplatten. Das Objekt ist noch einmal 100 Jahre älter als bisherige Funde und stammt aus dem 1. Jahrhundert nach Christus.

Ein grausames Detail

Kalkriese
So sah ein Schienenpanzer bei einem Legionär aus
© Museum Kalkriese

Doch nicht nur der Schienenpanzer wurde ausgegraben. Auch eine sogenannte Halsgeige war in Höhe des Halses entdeckt worden. Damit wurden die Hände an den Hals fixiert. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Römer von den Germanen gefangen genommen wurde und mit der eigentlich typisch römischen Methode bestraft wurde, bevor er starb.

Fundort kein Zufall

Dass die Archäologen die Rüstung ausgerechnet in Kalkriese entdeckt haben, ist historisch gut zu begründen. Denn das ist der Ort, an dem im Jahr 9 nach Christus die berühmte Varusschlacht stattfand. Damals fuhren die Römer eine legendäre Niederlage gegen die Germanen ein. Mehr über den Schienenpanzer und andere, wichtige Fundstücke kann man im Museum Kalkriese erfahren.