Senegal: Steigender Meeresspiegel führt zur Flucht Tausender

14. Dezember 2015 - 13:12 Uhr

"Das Meerwasser läuft in die Flüsse und der Salzgehalt zerstört unsere Mangroven"

In Paris geht nach knapp zwei Wochen die Weltklimakonferenz zu Ende. Die Erderwärmung muss schnellstmöglich eingedämmt werden. Denn vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer leiden unter den Folgen des Klimawandels – sie benötigen schnelle Lösungen und mehr Geld. Auch im westafrikanischen Senegal sind die Folgen deutlich spürbar: Inzwischen werden ganze Dörfer verschluckt und der Meeresspiegel steigt immer weiter. Als Folge versalzen die Böden und werden dadurch unfruchtbar.

Senegal - Klimawandel führt zu steigendem Meeresspiegel und Flucht
Einheimische kämpfen im Senegal mit den Folgen des Klimawandels.

Teile der über 14 Millionen großen Bevölkerung kämpfen also um das eigene Überleben. Auch die Mangroven als Lebensraum für Tiere stirbt ab – dabei sind die Folgen unumkehrbar: Hungersnot, auch zunehmende Flucht vieler Senegalesen. "Das Meerwasser läuft in die Flüsse und der Salzgehalt zerstört unsere Mangroven. Dadurch haben wir viele Meeresfrüchte und Krabben verloren", erklärt die Leiterin des Hilfsprogramms 'ActionAid'. Viele jungen Menschen haben resigniert. Sie fliehen in Richtung Europa, Tausende Senegalesen haben sich schon auf die gefährliche Überfahrt gemacht.

Aber diejenigen, die in ihrer Heimat bleiben, bauen Schutzwände gegen das Hochwasser und behelfen sich mit landwirtschaftlichen Projekten. "Mit kleinen Mikrogärten versuchen wir uns gegen die Verödung unserer Böden zu stemmen", erklärt die Dorfbewohnerin Fatou Diouf. Doch das wichtigste Projekt für eine gesicherte Zukunft bleibt die Wiederaufforstung der Mangrovenwälder.

Sehen Sie im Video die Schönheit des Senegal und wie der natürliche Kreislauf im Land durch den Klimawandel bedroht ist.