2019 M02 28 - 15:25 Uhr

Der Berliner Senat nimmt das Problem des Mobbings an Schulen nach den Worten von Bildungssenatorin Sandra Scheeres sehr ernst. "Das Thema Gewalt an Berliner Schulen ist für uns ein sehr relevantes Thema", sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag bei einer Anhörung im Bildungssauschuss des Abgeordnetenhauses.

Mobbing sei eine schlimme Form von Gewalt, verbunden mit seelischen oder körperlichen Verletzungen. Dem müsse konsequent entgegengetreten werden, und der Senat habe dazu auch einiges angeschoben. Scheeres nannte Beratungsstellen und die Einstellung von 500 Schulsozialarbeitern.

Die CDU warf dem Senat hingegen Versäumnisse im Hinblick auf das Problem vor. "Hier wird eben nicht alles getan", kritisierte die CDU-Bildungspolitikerin Hildegard Bentele. So gebe es keine vernünftige Meldestruktur.

Die Anhörung im Parlament ist eine Reaktion auf den Tod einer elfjährigen Schülerin in Berlin-Reinickendorf vor einigen Wochen. Medien gingen danach der Frage nach, ob Mobbing an ihrer Schule zu einem Suizidversuch geführt haben könnte. Eine Bestätigung dafür gibt es nicht, die genaue Todesursache ist nach wie vor nicht bekannt.

Quelle: DPA