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Senat hält an verkaufsoffenem Sonntag am 23. Dezember fest

Trotz Kritik aus der SPD am verkaufsoffenen Sonntag am 23. Dezember will der Senat nicht an dem Termin kurz vor Heiligabend rütteln. Er sei bereits im Sommer festgelegt worden und könne nun, da die Einzelhändler ihn bereits bewerben, nicht ohne weiteres zurückgenommen werden, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag. Zudem sei der Termin von den Gewerkschaften im Unterschied zu anderen nicht Frage gestellt worden und auch bei den Beschäftigten im Handel wegen der Zuschläge beliebt.

"Wir haben heute verabredet, dass wir nicht in einem strittigen oder sogar in einem Klageverfahren versuchen, die bereits beschlossene Situation aufzulösen", sagte Müller nach der Senatssitzung. Vielmehr solle es in den nächsten Jahren "eine besondere Sensibilität bei solchen Daten" geben, so Müller.

Die Delegierten eines Parteitags der Berliner SPD hatten am Samstag mehrheitlich dafür votiert, die Sonntagsöffnung am 4. Advent zurückzunehmen. Zudem fordert die SPD, ab dem nächsten Jahr in der Adventszeit nur noch einen verkaufsoffenen Sonntag zu erlauben statt bisher zwei.

Berlin hat im Bundesvergleich das liberalste Ladenöffnungsgesetz. Einzelhändler dürfen ihre Geschäfte an bis zu zehn Sonntagen im Jahr von 13.00 Uhr bis 20.00 Uhr öffnen. Acht verkaufsoffene Sonntage legt der Senat fest, zwei weitere dürfen die Bezirke ausrufen. Von Montag bis Samstag gibt es keine Einschränkungen.


Quelle: DPA

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