Selbstjustiz in ägyptischen Dorf

14. Februar 2016 - 17:48 Uhr

In einem Dorf in Ägypten haben die Bewohner einem Medienbericht zufolge zwei mutmaßliche Räuber gesteinigt und die Leichen an einem Laternenpfahl aufgehängt. Wie die ägyptische Tageszeitung 'Al-Masry Al-Youm' auf ihrer Website unter Berufung auf Ermittlungen der Polizei schrieb, wurden die als ehemalige Sträflinge identifizierten Männer in dem Dorf Hariet Resna der Provinz Al-Scharkija getötet.

Zuvor hatte es offenbar einen Überfall auf einen Tuk-Tuk-Fahrer aus dem Ort gegeben, der sich wehrte und erschossen wurde. Aufgebrachte Dorfbewohner brachten schließlich den Angaben nach zwei der mutmaßlichen Täter in ihre Gewalt, folterten und töteten sie. Die Polizei nahm zunächst zwei Beteiligte fest.

Seit dem Sturz von Langzeitpräsident Husni Mubarak vor einem Jahr hat Ägypten mit wachsender Kriminalität zu kämpfen. Viele Bürger klagen, dass Straftäter das politische Machtvakuum ausnutzen und die Polizei nicht durchgreife.