Sechsjährige stirbt in Kölner Uniklinik: Angehörige drohen Chefarzt mit dem Tod

© DPA

26. Juni 2018 - 19:35 Uhr

200 Familienmitglieder versammelten sich vor dem Krankenhaus

Wenn das eigene Kind stirbt, versetzt das die nächsten Angehörigen immer in eine emotionale Ausnahmesituation. Als in der Kölner Uniklinik ein sechsjähriges Mädchen starb, reagierte die Familie jedoch so überzogen, dass die Polizei zu einem Großeinsatz ausrücken musste.

Mädchen starb nach Herz-OP in der Kölner Uniklinik

Das Mädchen hatte einen angeborenen Herzfehler und wurde zum vierten Mal operiert, erklärte ein Onkel des Kindes der Zeitung "Express". Der behandelnde Arzt habe der Familie gesagt, dass alles gut verlaufen sei, doch dann verschlechterte sich der Zustand der kleinen Patientin plötzlich und sie verstarb wenig später.

Vor dem Krankenhaus versammelten sich daraufhin immer mehr Mitglieder der serbischen Großfamilie, die dem Chefarzt mit dem Tod drohten. Laut Medienberichten sollen bis zu 200 Angehörige vor dem Gebäude in Köln-Lindenthal gestanden haben. Die Uniklinik schaltete daraufhin die Polizei ein. Die Einsatzkräfte rückten laut "Kölner Stadtanzeiger" mit 20 Streifenwagen an, um für Ordnung zu sorgen.

Die Familie forderte eine Untersuchung der Todesumstände, die in so einem Fall aber ohnehin Standard ist. Eine Obduktion soll nun klären, wie das Mädchen starb und ob die Ärzte den Tod hätten verhindern können.