Sechs Tote bei Schießerei im Norden Mexikos

Eine Schießerei mit sechs Toten hat die nordmexikanische Stadt Monterrey erneut in Chaos und Panik gestürzt.

Zu der bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Soldaten und mutmaßlichen Mitgliedern einer Drogenbande kam es, als der Gouverneur des Bundesstaates Nuevo León, Rodrígo Medina, seine erste Regierungserklärung vortrug. Während der Schießerei blockierten Kriminelle mit Bussen und anderen Fahrzeugen, die sie zuvor in ihre Gewalt gebracht hatten, mindestens 20 Straßen. Das brachte den Verkehr in der ganzen Stadt zum Erliegen.

Mit den sogenannten "Narcoblockaden" versuchen die Drogenkartelle, die Bewegungsfreiheit von Polizei und Armee in den Städten Nordmexikos einzuschränken. In Monterrey werden sie zunehmend immer dann angewendet, wenn die Polizei Operationen gegen die Kartelle unternimmt. Nach Zeitungsberichten vom Freitag wurden bei der Schießerei am Donnerstag fünf Kriminelle und ein Soldat getötet.