Sechs Jahre Haft nach tödlichem Schlag

Sechs Jahre muss ein 21-Jähriger hinter Gitter, weil er einen 18-Jährigen zu Tode geschlagen hat.
Sechs Jahre muss ein 21-Jähriger hinter Gitter, weil er einen 18-Jährigen zu Tode geschlagen hat.
© dpa, Christiane Gläser

16. Juli 2015 - 12:14 Uhr

Täter entschuldigt sich bei Eltern des Opfers

Er schlug einem 18-Jährigen mit der Faust gegen den Hals, das Opfer starb später im Krankenhaus. Dafür verurteilte das Landgericht Schweinfurt einen 21-Jährigen aus Bayern zu sechs Jahren Haft.

Das Opfer war im August 2014 nach einem Stadtfest im nordbayerischen Bad Neustadt mit zwei Freunden auf dem Heimweg, als die Gruppe plötzlich angepöbelt wurde. Obwohl sie kaum darauf reagierten, wurden sie von den Streithähnen verfolgt und angegriffen. Der Angeklagte wollte den 18-Jährigen ins Gesicht schlagen, traf aber mit tödlicher Wucht dessen Hals.

Durch eine Verkettung medizinischer Umstände zerstörte der brutale Schlag nicht nur die Halsschlagader, sondern führte auch zum Herzstillstand. Der 18-Jährige starb eine Woche später im Krankenhaus. Der Angeklagte ist polizeibekannt, schlug bereits mehrfach zu und ist einschlägig vorbestraft.

Am letzten Prozesstag entschuldigte er sich bei den Eltern des Opfers. "Ich weiß, dass ich mit meinem Verhalten großen Mist gebaut habe", fügte er hinzu. Doch der Vater schüttelte nur energisch den Kopf und sagte: "Haben Sie endlich den Arsch in der Hose und sagen Sie, warum und weshalb Sie das gemacht haben. Und hören Sie auf, sich einfach wahllos Menschen rauszusuchen und zuzuschlagen."