RTL News>Formel 1>

Sebastian Vettel richtet Kampfansage an Lewis Hamilton: "Mercedes sollte sich ruhig Sorgen machen"

Sebastian Vettel richtet Kampfansage an Lewis Hamilton: "Mercedes sollte sich ruhig Sorgen machen"

26.08.2017 - Qualifying, 2nd place Sebastian Vettel (GER) Scuderia Ferrari SF70H and Lewis Hamilton (GBR) Mercedes AMG F1 W08 pole position Belgian Grand Prix, Spa-Francorchamps 24 - 27 August 2017 26.08.2017 - Qualifying, 2nd place Sebastian Vettel
Sebastian Vettel kämpferisch: "Im Rennen sollten wir schnell sein"
imago sportfotodienst, imago/Crash Media Group, xpb/photo4

Das Qualifying in Spa ist ein Historisches: Mit der 68. Pole Position schließt Lewis Hamilton zu Rekordhalter Michael Schumacher auf. Als Schumi über Ross Brawn seine Glückwünsche übermittelt, vergießt Hamilton Tränen der Rührung. Sebastian Vettel bedankt sich derweil bei Kimi Räikkönen für den Windschatten und richtet eine Kampfansage an Mercedes. Die Stimmen zum Qualifying zum Grand Prix von Belgien:

Hamilton über Schumacher: "Er wird immer einer der Größten bleiben"

Ross Brawn (Formel-1-Sportchef): Ich bin hier, um dir (Lewis, d.Red.) eine besondere Botschaft von Corinna Schumacher und der Familie zu überbringen. Sie wollen dir gratulieren, dass du Michaels Rekord eingestellt hast. Michael hat immer gesagt: Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden.

Lewis Hamilton (Mercedes/Startplatz 1): Es ist großartig, hier vor all den Fans zu fahren. Ich kann es kaum glauben. Großes Dankeschön auch an das Team, dass ich diesen Erfolg haben kann. Das Team hat einen Wahnsinnsjob gemacht. So eine Runde zusammenzubekommen, ist ein Traum. Ich habe den schönsten Job der Welt. Die Botschaft, die Ross mir gerade übermittelt hat. Großes Dankeschön! Ich bete für Michael (Schumacher, d.Red.) und seine Familie die ganze Zeit. Ich hatte das Privileg mit ihm zu fighten und ich bewundere ihn immer noch. Er wird immer einer der Größten bleiben.

Sebastian Vettel (Ferrari/Startplatz 2): Ich hatte in Q1 ein ziemlich gutes Gefühl, dann habe ich das Gefühl etwas verloren. Dann hatte ich etwas Glück mit Kimi, der mir dann einen sehr schönen Windschatten gegeben hat. Ich bin sehr glücklich, das Team hat einen super Job gemacht. Im Rennen sollten wir schnell sein, die Mercedes sollten sich ruhig Sorgen machen. Bislang sah das immer sehr gut aus. Auf eine Runde ist das sehr schwierig, aber auf mehrere wird das gut aussehen. Wir müssen uns nicht verstecken, wir haben den Speed.

Hülkenberg: "Die Force India werden mir Dampf machen"

Valtteri Bottas (Mercedes/Startplatz 3): Es wäre natürlich schöner gewesen, auf Rang 2 zu sein. Ich hatte die Pole angepeilt, aber Lewis hat einen super Job gemacht. Wir müssen das jetzt mal prüfen und verstehen - gefühlt hatte ich ziemliche Probleme. Ich habe ja schon ein paar Siege in diesem Jahr in der Tasche - jetzt will ich mehr, das ist meine Devise für morgen.

Nico Hülkenberg (Renault/Startplatz 7): Ich habe einfach versucht, eine gute Runde hinzubrezeln. Ich habe dann den Windschatten von Ocon gefunden – das hat ganz gut funktioniert. Das war ein haariges Qualifying. Ich war nie richtig zufrieden. Wir haben das Auto rauf und runter geschraubt. Es lief nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt habe. Morgen wird es ein schwieriges Rennen für uns. Gefühlt stimmt die Balance im Auto nicht. Wir hatten Probleme in den schnellen Ecken mit dem Heck. Das geht dann ziemlich auf die Hinterreifen. Im Rennen ist das ziemliches Gift. Die Force India werden mir schon Dampf machen – und ein paar andere auch. Die Force India sind brutal schnell auf der Geraden. Mal schauen, ob wir die in Schach halten können.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Verstappen: "Der fünfte Platz ist das Ziel"

Max Verstappen (Red Bull/Startplatz 5): Es war die optimale Runde. Das Auto hat sich sehr gut angefühlt. Es hat alles gepasst. Ich will natürlich jedes Rennen gewinnen, aber das ist jetzt nicht möglich. Der 5. Platz ist das Ziel. Aber natürlich: Hier in Spa kann alles passieren.

Daniel Ricciardo (Red Bull/Startplatz 6): Wir konnten die Probleme von Freitag noch nicht ganz beseitigen. Ich habe immer noch nicht das Gefühl, dass wir alles aus dem Auto herausgeholt haben. Mit dem Setup, was wir gerade haben, konnte ich auf der einen Runde nicht mehr rausholen. Die ersten Vier sind nicht zu erreichen. Ich glaube, dass Ferrari und Mercedes das Tempo von dieser einen Runde nicht das ganze Rennen durchhalten können. Hoffe ich zumindest.

Pascal Wehrlein (Sauber/Startplatz 18): Ich weiß bis jetzt nicht, woran es gelegen hat. Ich habe keinen Fehler gemacht, bin einfach zu langsam gewesen. Wenn da Teile weggeflogen sind, ist das vielleicht ein Grund, aber wir sind das ganze Wochenende über schon langsam. Hoffentlich regnet es morgen. Ansonsten ist der Abstand ziemlich weit nach vorne.