Die Stimmen zum Steiermark-Qualifying

Vettel Berufs-Optimist, Hamilton und Wolff die Mahner vom Dienst

11. Juli 2020 - 18:55 Uhr

"Es war einfach zu wenig heute", war einmal mehr die Erkenntnis von Sebastian Vettel nach dem Qualifying zum Großen Preis der Steiermark (Sonntag, 14 Uhr live bei RTL und online auf TVNOW). Auch bei Regen kam der scheidende Scuderia-Pilot nur auf Startplatz 10. Der zweitplatzierte Max Verstappen (Red Bull) hofft auf einen Alpen-Coup im Rennen am Sonntag - und Polesetter Lewis Hamilton feierte sich selbst für seine letzte - perfekte - Runde. Die Stimmen der drei Formel-1-Stars gibt's oben im Video.

Vettel setzt auf Ferraris Renntrimm

"Es hat unheimlich lange gedauert für uns bis die Reifen angefangen haben zu arbeiten", haderte Vettel nach der zweiten Spielberg-Quali binnen einer Woche. Der 33-Jährige bleibt mit Blick auf das Rennen dennoch Berufsoptimist: "Wir sollten im Renntrimm ganz gut unterwegs sein."

Verstappen gab sich nach dem Showdown abgeklärt – dabei war der 22-jährige Holländer bei seinem letzten Versuch nach Bestzeit in Sektor 1 und vielversprechender Zeit im Mittelteil in der finalen Kurve von der Piste gekreiselt. Der Holländer am RTL-Mikro ganz Realist: "Für Lewis hätte es auch so nicht gereicht."

Hamilton fordert beste Leistung

Hamilton wirkte nach seiner 89. Pole sichtlich erleichtert, nachdem der Weltmeister am Freitag noch an Balance-Problemen zu knabbern hatte. "Das war unglaublich. Ich fühle, dass ich zurück bin", funkte der 35-Jährige noch im Cockpit durch.

Hamilton will sich von seiner fantastischen Quali-Performance aber nicht blenden lassen. "Im Rennen müssen wir unsere beste Leistung bringen", hob der Brite im RTL-Interview rhetorisch den Zeigefinger.

Lewis haut Wolff vom Stuhl

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff lobte seinen Star in den höchsten Tönen. "Ich kann mich nicht erinnern, wann zwischen dem Ersten und dem Zweiten mal 1,2 Sekunden lagen", sagte der Österreicher zu Hamiltons riesen Vorsprung auf Verstappen.

Wenn Vettel Berufsoptimist ist, ist Wolff sicher der Mahner vom Dienst. Denn: Fürs Rennen warnte der Teamchef seine Schwarzpfeile vor den tückischen Spielberg-Kerbs.