Neuer Hoffenheim-Trainer vorgestellt

Sebastian Hoeneß: Großer Name? Na und!

03. August 2020 - 18:09 Uhr

Wechsel in die Bundesliga

Aus rot-weiß mach blau: Am Montag zeigte sich Sebastian Hoeneß bei seiner Vorstellung als neuer Cheftrainer der TSG 1899 Hoffenheim erstmals im Dress seines neuen Clubs. Nach seiner erfolgreichen Zeit als Coach der zweiten Mannschaft des FC Bayern startet der 38-Jährige nun das Ziel Bundesliga. Von konkreten Zielen nimmt der Neuankömmling jedoch Abstand.

Vertrag bis 2023

"Es nicht der richtige Moment, um über Ziele zu sprechen. Dafür nehmen wir uns ein wenig Zeit", sagt Hoeneß, der seinen Fokus auf andere Dinge richtet: "Ich will mit der Mannschaft einen passenden Spielstil entwickeln. Ich möchte eine gute Atmosphäre schaffen, wo sich jeder entfalten kann."

Dafür hat Hoeneß zumindest in der Theorie auch ein wenig Zeit, schließlich unterschrieb er bei der TSG einen Vertrag bis 2023. Über die Zukunft möchte der Trainer jetzt aber noch nicht nachdenken: "Ich freue mich einfach total auf die Aufgabe hier. In den letzten Tagen habe ich hier sehr gute Eindrücke gewonnen", sagt er. "Ich glaube, dass hier sehr viel zusammenpasst: die Identität des Clubs und die Vorstellung von Fußball."

Hoeneß mit Hoffenheim-Vergangenheit

Ein Unbekannter ist Sebastian Hoeneß in Hoffenheim keineswegs. In der Saison 2006/07 spielte er für die zweite Mannschaft der Hoffenheimer. So richtig Eindruck hinterließ der 38-Jährige erst als Trainer. Kein Wunder, denn er lernte von den Besten. So hospitierte er unter anderem bei Branchengrößen wie Pep Guardiola und Thomas Tuchel.

Besonders erfolgreich verlief seine Zeit in der zweiten Mannschaft des FC Bayern. Direkt im ersten Jahr führte Hoeneß die Reserve des Rekordmeisters zum Titel in Liga drei – das war zuvor noch nie einer zweiten Garde gelungen.

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"Mia san mia" bleibt in München

Das Kapitel Bayern ist für den Hoffenheim-Trainer zunächst abgeschlossen, wie er klarstellt: "Es ist nicht notwendig, die Mia-san-Mia-Mentalität mitzubringen. Die TSG hat ihre eigene Identität." Obwohl er bereits beim größten Verein Deutschlands tätig war, tritt Hoeneß seine neue Aufgabe mit "Nervosität, einer gewissen Anspannung und Vorfreude" an.

Ein Ziel rückt der Bundesliga-Neuling dann aber doch heraus: "Wichtig ist für mich, dass ich authentisch sein möchte. Ich bin ein kommunikativer Typ, ich bin bodenständig und bringe eine gewisse Demut mit. Aber ich bin natürlich auch ehrgeizig."