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Schwulsein als "Geschäftsmodell" - Riccardo Simonetti wehrt sich gegen Vorwürfe

Moderator Sascha Heyna kritisierte den Influencer

Schwulsein als "Geschäftsmodell" - Riccardo Simonetti wehrt sich gegen Vorwürfe

 Riccardo Simonetti beim DKMS Life Charity Ladies Lunch im K21 Ständehaus. Düsseldorf, 16.05.2022 *** Riccardo Simonetti at the DKMS Life Charity Ladies Lunch at the K21 Ständehaus Düsseldorf, 16 05 2022 Foto:xC.xHardtx/xFuturexImage
Riccardo Simonetti hat mit Kritik zu kämpfen.
www.imago-images.de, IMAGO/Future Image, IMAGO/Christoph Hardt

„Was entsteht, wenn man diverse Früchte miteinander mixt? Richtig, eine bunte und vielfältige Mischung“ – und wer könnte diese Frucht-Diversität besser verkörpern als Paradiesvogel Riccardo Simonetti ? Der Influencer wirbt derzeit für „All in fruits“-Smoothies. Doch für diese Kooperation wird er nun kritisiert – von Kollegen aus der schwulen Community. Auf Nachfrage von RTL wehrt er sich gegen die Vorwürfe.

Sascha Heyna postete seine Meinung zu Riccardo Simonetti im Netz

Riccardo Simonetti ist EU-LGBTQ*-Sonderbotschafter, setzt sich gegen Homophobie ein und kämpft für Toleranz von Diversität – zuletzt auch mit seiner Smoothie-Werbung mit dem Claim „Diverse Früchtchen“.

Doch nicht allen scheint dieses Engagement zu gefallen. Moderator Sascha Heyna, der sich 2020 im „Promi Big Brother“-Haus outete, ist Riccardos bunter Werbedeal ein Dorn im Auge. Bei Facebook erklärte er: "Du hast dein Schwulsein zum einträglichen Geschäftsmodell gemacht und mit einer permanenten Opferhaltung die maximale Aufmerksamkeit erzielt.“

Gewusst? Auch Riccardo Simonettis Reise nach Dubai missfiel Sascha Heyna. In den Arabischen Emiraten wird Schwulsein unter Strafe gestellt, trotzdem hatte der Influencer die Metropole im Jahr 2019 besucht. „Respekt! Dein Aktivismus hört also offenbar da auf, wo es um private Einschränkungen geht“, urteilte Sascha Heyna.

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Sascha Heyna
Sascha Heyna kritisiert Riccardo Simonetti öffentlich.
eventpress/mp, picture alliance

So reagiert Riccardo Simonetti

Riccardo Simonetti will die Vorwürfe, insbesondere die der vermeintlichen Kommerzialisierung seines Schwulseins , so nicht auf sich sitzen lassen will. Sein Management erklärte auf RTL-Anfrage: „Riccardo könnte durchaus auch Werbeverträge annehmen, die in keinem Zusammenhang mit einer gemeinnützigen Unterstützung stehen. Die Entscheidung, queere Themen sichtbar zu machen und gleichzeitig einen guten Zweck zu unterstützen, ist also eine bewusste - wohlwissend, dass es dafür nicht immer nur Applaus gibt.“ Außerdem sei Riccardo Simonetti kein Politiker, sondern „Entertainer, Autor und Model, das sich durchaus aktivistisch einsetzt.“

Zudem gehöre Kritik zu Riccardos Leben dazu: „Das ist nichts Neues. In diesem konkreten Fall ist es allerdings besonders unerfreulich, weil es ein trauriges Beispiel dafür ist, dass auch innerhalb der LGBTQ*-Community permanent nach Fehlern gesucht wird.“ Vor allem aus den eigenen Reihen hätte sich der Influencer sicher Unterstützung erhofft. Am Ende zähle aber sowieso der Einsatz für die gute Sache. Denn pro verkauftem Produkt spendet eine Supermarktkette 10 Cent an die Riccardo Simonetti Initiative, ein gemeinnütziger Verein, der sich für marginalisierte Menschengruppen einsetzt. (cch)