2018 M07 21 - 15:13 Uhr

Darauf sollten Eltern bei Schwimmhilfen achten

Für viele Familien geht es im Sommerurlaub ans Meer. Für Eltern mit kleinen Kindern steht deshalb eines ganz oben auf der Packliste: Schwimmhilfen. Ob Flügel, Westen oder Ringe in allen Formen und Farben – die Auswahl der aufblasbaren Plastikprodukte ist riesig. Aber: Es gibt gravierende Unterschiede bei den Schwimmtierchen, auf die Eltern unbedingt achten sollten!

Schwimmtier ist nicht gleich Schwimmhilfe!

Nicht jedes Schwimmtierchen ist automatisch auch als sichere Schwimmhilfe geeignet. Luftmatratzen, Gummitiere oder größere Ringe gehören nicht dazu. Kann das Kleinkind noch nicht richtig schwimmen, sollten Eltern beim Kauf von Schwimmhilfen unbedingt auf die richtigen Siegel auf der Verpackung achten.

Das bedeuten die Kennzeichnungen:

Wichtig ist die Kennzeichnung EN 13138-1: Diese steht für eine Sicherheitsnorm, nach der alle Schwimmlernhilfen geprüft werden müssen. Vorsicht ist bei EN 71 geboten. Diese Nummer bedeutet, dass es sich dabei nur um ein Wasserspielzeug handelt. Das GS-Zeichen garantiert eine vom TÜV geprüfte, sichere Schwimmhilfe. Produkte mit diesem Siegel besitzen mindestens zwei Luftkammern. Das hat einen großen Vorteil: "Ist eine Kammer defekt, wird das Nichtschwimmerkind trotzdem an der Wasseroberfläche gehalten", erklärt Christiane Reckter vom TÜV Rheinland. Außerdem sind versenkbare Aufblasventile mit Rückschlagkappen vonnöten. Die verhindern, dass Luft auf einen Schlag entweicht, wenn sich ein Ventil öffnet.

Vorsicht bei Schwimmringen mit Beinöffnung

Dieser Schwimmring mit Beinöffnung hat, gemäß den Sicherheitsstandards, zwei Luftkammern.
Dieser Schwimmring mit Beinöffnung hat, gemäß den Sicherheitsstandards, zwei Luftkammern.
© iStockphoto

Bei Schwimmringen mit Beinöffnungen ist Vorsicht geboten: Die sind eigentlich nur für Kleinkinder konzipiert. Sollte ein größeres Kind sich dort reinzwängen, besteht die Gefahr, dass es dort steckenbleibt, umkippt und im schlimmsten Fall sogar ertrinkt.

Wer die Schwimmhilfe vom letzten Jahr wieder herauskramt, sollte sie vor jedem Gebrauch auf Löcher und Risse prüfen. Durch UV-Einstrahlung, Chlor und Salzwasser können Abnutzungserscheinungen auftreten. Der TÜV rät aus Sicherheitsgründen davon ab, sie selbst zu reparieren.

Kinder sollten im Alter von etwa vier Jahren schwimmen lernen

Trotz geprüften Schwimmhilfen betont der TÜV Rheinland, wie wichtig es ist, Kleinkinder und Nichtschwimmer niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Es wird empfohlen, dass Kinder im Alter von etwa vier Jahren schwimmen lernen und dann langsam von Hilfsmittel entwöhnt werden.