Schwesig würdigt Wirken Merkels

Manuela Schwesig (SPD) bei einer Schaltkonferenz vor einem Monitor auf dem Angela Merkel (CDU) zu sehen ist. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Manuela Schwesig (SPD) bei einer Schaltkonferenz vor einem Monitor auf dem Angela Merkel (CDU) zu sehen ist. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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02. Dezember 2021 - 19:09 Uhr

Berlin/Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihr Wirken Anerkennung gezollt. "Ich habe großen Respekt vor dem, was Angela Merkel als Bundeskanzlerin geleistet hat. Sie hat Deutschland sehr gut nach außen vertreten. Und sie hat unser Land gemeinsam mit den von ihr geführten Bundesregierungen durch oft schwierige Zeiten gebracht", sagte Schwesig anlässlich des Großen Zapfenstreichs, mit dem sich die Bundeswehr am Donnerstagabend in Berlin von der Kanzlerin verabschieden wollte.

Schwesig, die vor ihrem Wechsel in das Amt der Ministerpräsidentin von 2013 bis 2017 Bundesfamilienministerin im Kabinett Merkels war, machte aber auch keinen Hehl aus ihren Differenzen: "Wir sind bekanntlich nicht in allen Fragen einer Meinung gewesen. Ich schätze an ihr, dass man sich auch bei Meinungsverschiedenheiten immer angenehm und sachlich mit ihr austauschen konnte".

Die Verbundenheit Merkels, die ihren Wahlkreis in Vorpommern hatte, zu Mecklenburg-Vorpommern sei stets zu spüren gewesen. "Es gab einen kurzen Draht ins Kanzleramt. Und der war oft hilfreich, zum Beispiel, wenn es um die Werften in unserem Land ging", erinnerte Schwesig.

Merkel selbst machte diese Verbundenheit auch mit der Musikauswahl für den Großen Zapfenstreich deutlich. Auf ihren Wunsch stand "Du hast den Farbfilm vergessen" auf dem Programm. In dem Lied besingt Nina Hagen auch den Sanddorn auf Hiddensee. Der Hit sei ein "Highlight" ihrer Jugend, begründete die scheidende Kanzlerin die Auswahl. Das Lied stamme wie sie aus der DDR und spiele außerdem in ihrem früheren Wahlkreis, zu dem auch die Ostsee-Insel gehört.

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Quelle: DPA