12. Juni 2019 - 11:21 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern kann nach Ansicht von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) von der zunehmenden Ökonomisierung des Gesundheitswesens profitieren. Schon heute sei der Nordosten deutschlandweiter Spitzenreiter beim Anteil der Beschäftigung und Bruttowertschöpfung in diesem Bereich, sagte Schwesig am Mittwoch bei der 15. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock. So arbeiteten 154.000 Menschen in der Pflege, den Kliniken und Praxen, im der Medizintechnik oder Biotechnologie. "Mit 15 Prozent an Bruttowertschöpfung ist die Branche ein starker Impulsgeber und Jobmotor."

Gleichzeitig müsse bedacht werden, dass die Ökonomisierung der Gesundheit von vielen Menschen mit Sorge gesehen werde. Da gehe es etwa um die Frage, ob es wirklich noch um den Patienten gehe oder nur noch um Geld. Gleichzeitig würden die Menschen dank der modernen Medizin immer gesünder älter. Diese Entwicklung bringe jedoch enorme Kostensteigerungen und große Herausforderungen für das gesamte System mit sich. Politik und Wirtschaft seien gefragt, gute Rahmenbedingungen zu schaffen und gleichzeitig die großen Chancen zu nutzen, betonte Schwesig.

Quelle: DPA