Schwertfisch aus der Aalreuse kommt ins Meeresmuseum

Ein toter Schwertfisch, der sich in einer Aalreuse verfangen hatte. Foto: Henning Hoffmann/Deutsches Meeresmuseum/dpa/Archivbild
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16. Juli 2020 - 15:54 Uhr

Ein Schwertfisch, der sich in der Ostsee bei Wismar in einer Aalreuse verfangen hatte, soll präpariert und im neugestalteten Stralsunder Meeresmuseum ausgestellt werden. Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums haben das 2,35 Meter lange Tier abgeholt und bereits tiefgefroren, wie Direktor Harald Benke am Donnerstag sagte. Von dem Fisch, der in wärmeren Gewässern lebe, solle ein Kunststoffabguss gemacht werden. Das Museum besitze bereits das Präparat eines kürzeren Schwertfischs von der Insel Rügen, sagte Benke.

Verschiedenen Medienberichten zufolge zogen Fischer das 150 Kilogramm schwere Tier aus einer Reuse in der Wismarbucht bei Redentin. "Er hat sich verirrt", sagte der Ichthyologen Timo Moritz. Die Fischer hätten berichtet, dass es derzeit sehr viele Makrelen in der Ostsee gäbe. "Es könnte sein, dass er denen gefolgt ist", sagte Moritz. Benke zufolge könne auch ein Salzwassereinstrom in die Ostsee zum Irrweg des Fisches beigetragen haben.

Dass er seinen Irrtum nicht überlebte, liegt den Wissenschaftlern zufolge daran, dass der Fisch als schneller Räuber ständig schwimmen muss, um genügend Sauerstoff zu bekommen. "Wenn er festhängt, stirbt er", sagte Benke.

Der Fisch sei noch relativ frisch und in einem guten Zustand. Er gehöre schon zu den großen Exemplaren. Als Speisefisch kämen die Schwertfische ab einer Größe von 1,50 Metern in den Handel. Der größte bekannte Schwertfisch, der bisher gefangen wurde, sei 4,55 Meter groß gewesen.

Quelle: DPA