Mann auf der Straße erstochen

Schwert-Mörder gesteht: Stuttgarter Polizei gibt weitere Details bekannt

2. August 2019 - 20:19 Uhr

Im Video: Polizei erklärt Details zur Haftvorführung

Ein 28-Jähriger hat gestanden, seinen ehemaligen Mitbewohner in Stuttgart-Fasanenhof mit einem Schwert erstochen zu haben. Wie die Stuttgarter Polizei mitteilte, wurde gegen den Mann Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Nun gab die Polizei weitere Details bekannt. Der mutmaßliche Schwert-Möder war bereits polizeilich registriert. Er war wegen zwei Landediebstählen, einer Sachbeschädigung und wegen Leistungserschleichung aufgefallen. Im Video, äußert sich ein Polizeisprecher zum Geständnis des Verdächtigen.

Neue Erkenntnisse zum Motiv des Schwert-Mords in Stuttgart

"Derzeit haben wir noch keine Hinweise hinsichtlich Alkohol- oder Drogeneinfluss", erklärte Polizeisprecher Johannes Freiherr von Gillhaußen. Es gebe dringliche Hinweise, dass das Motiv für die Tat in der persönlichen Beziehung von Täter und Opfer zu finden sei.

Die Polizei versucht jetzt allerdings noch, die genaue Identität des 28-Jährigen zu klären. Zuerst gingen die Ermittler davon aus, dass der Mann als syrischer Flüchtling nach Deutschland kam. Im Verhör sagte er aber, er stamme aus Jordanien und sei schon 30 Jahre alt. Klar ist bisher nur, dass er im Oktober 2015 als Flüchtling in Deutschland anerkannt wurde und seit November 2015 eine Aufenthaltserlaubnis besitzt. Anfang Juni 2018 zog der Mann nach Stuttgart.

Er soll dann etwa ein Jahr lang mit seinem späteren Opfer in einer WG im Stadtteil Fasanenhof gewohnt haben. Ende April 2019 zog er dort aus. Am Mittwochabend soll der Tatverdächtige seinen ehemaligen Mitbewohner zuerst mit einem "samuraischwertähnlichen Gegenstand verfolgt" haben, wie der Polizeisprecher sagte. Dann stach er auf den 36-Jährigen ein und tötete ihn. Anschließend floh der er. Den Mord und den Beginn der Flucht hielten Augenzeugen in Videos fest.

Augenzeugen versuchten den Täter aufzuhalten

Als der Streit mit seinem Opfer eskalierte, versuchten Augenzeugen den syrischen Staatsbürger aufzuhalten. Im RTL-Interview berichtet Ansari I., wie sie den Mord miterlebte: "Er hat nicht aufgehört, bis das Opfer tot war", erzählt die Augenzeugin.