Viele Tote bei schwerem Erdbeben in Albanien

Im Video: Männer retten diesen Jungen lebend aus den Trümmern

27. November 2019 - 16:47 Uhr

Erdbeben nahe Albaniens Hauptstadt Tirana

Mein Gott, wie viele Schutzengel hat dieser kleine Junge gehabt? Er wird Dienstag beim schweren Erdbeben in Albanien verschüttet. Wir zeigen im Video, wie Helfer den Jungen lebend aus den Trümmern buddeln. Das Kind kommt ins Krankenhaus.

Erdbeben bei Tirana: Nachbeben auch im Kosovo

26.11.2019, Albanien, Durres: Ein beschädigtes Gebäude nach einem Erdbeben. Das wohl schwerste Erdbeben seit Jahrzehnten in Albanien hat am frühen Morgen die Westküste des Balkanstaats erschüttert. (Bestmögliche Qualität) Foto: Uncredited/AP/dpa +++
Erdbeben in Albanien: Trümmer in den Straßen der Küstenstadt Durres
© dpa, Uncredited, TS pat

Das Erdbeben vom Dienstag war das schwerste seit Jahrzehnten in Albanien. Das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam spricht von Stärke 6,3. Mindestens vierzehn Menschen starben nach offiziellen Angaben. Demnach gibt es mehr als 600 Verletzte und 23 Todesopfer.

Das Erdbeben und einige Nachbeben waren laut örtlichen Medien auch im benachbarten Kosovo, in Nordmazedonien, Montenegro, Serbien, Griechenland und selbst in Süditalien zu spüren. Das Epizentrum lag nach albanischen Angaben zehn Kilometer nördlich von Durres und 30 Kilometer westlich von Tirana in zehn Kilometer Tiefe im Adriatischen Meer. Der albanische Ministerpräsident Edi Rama reiste in die am schwersten betroffene Küstenstadt Durres.

Bei einer Serie schwächerer Erdbeben in Albanien waren im September mehr als 100 Menschen verletzt und Hunderte Gebäude beschädigt worden. Die Angaben zur Stärke dieser Beben lagen zwischen 4,4 und 5,8. Das Verteidigungsministerium sprach daraufhin vom schwersten Erdbeben in Albanien seit Jahrzehnten.

Wenige Stunden später: Erdbeben der Stärke 5,4 erschüttert Bosnien

Wenige Stunden nach einem schweren Erdbeben in Albanien hat ein Beben der Stärke 5,4 am Dienstagvormittag Bosnien-Herzegowina erschüttert. Das Epizentrum lag 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Sarajevo, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Über Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Es könnte sich um ein Nachbeben der Serie von Erdstößen in Albanien gehandelt haben.