Schwerer Unfall in Bayern: Zwei Linienbusse krachen frontal ineinander

15. November 2018 - 22:35 Uhr

Viele Insassen wurden verletzt

Zwei Linienbusse prallten frontal aufeinander, dann fuhr noch ein Auto auf die Unfallstelle auf. In Ammerndorf (20 Kilometer von Nürnberg entfernt) kam es zu einem schweren Unfall, bei dem zahlreiche Kinder verletzt wurden. In den Bussen hatten viele Schulkinder auf dem Weg nach Hause gesessen. Die Polizei geht derzeit von etwa 26 verletzten Personen aus, darunter Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

"Es war alles voller Verletzter"

Die Wucht des Aufpralls wird deutlich, wenn man Bilder von der Unfallstelle sieht: Die Fronten beider Linienbusse sind völlig zerstört. Ein Durcheinander aus Metallteilen, Kabeln und Schläuchen hängt an dem einem Bus dort, wo der Fahrer saß. Die Fahrerkabine des anderen Busses ist durch die Wucht des Aufpralls so aufgerissen, dass Lenkrad und Fahrersitz von Weitem erkennbar sind. 

Bert Rauenbusch ist kurz nach dem Unfall am Ortsausgang von Ammerndorf. "Es war alles voller Verletzter", beschreibt der Polizist die Situation. Die hätten auf der Wiese gelegen, gesessen und gestanden. "Ein paar haben gejammert und gewimmert." Einige Fahrgäste hätten den Verletzten geholfen. 

"Sowas habe ich in 40 Dienstjahren noch nicht gehabt"

Zwölf Menschen wurden schwer verletzt - darunter auch die beiden Busfahrer und mehrere Schulkinder. 14 weitere Menschen kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Vier Unfallopfer mussten von der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus den Trümmern befreit werden. Die örtlichen Einsatzkräfte und Rettungsdienste sind vor Ort, ebenso die Polizei.

Warum die Busse zusammenstießen, ist noch völlig unklar. Ein Sachverständiger muss nun den genauen Unfallhergang klären. Die Staatsstraße 2245 bleibt vorerst gesperrt. "Es ist schon außergewöhnlich, dass zwei Busse auf gerader und übersichtlicher Straße aufeinanderprallen", sagt Rauenbusch. "Sowas habe ich in 40 Dienstjahren noch nicht gehabt."