Bürgermeister schlägt Alarm

Schwerer Corona-Ausbruch: New York geht das medizinische Material aus

Wegen der Verbreitung des Coronavirus, herrschen auch in New York jetzt Ausgangsbeschränkungen.
© dpa, Bryan Smith, zeus kay

23. März 2020 - 7:55 Uhr

Allein in New York gibt es mittlerweile halb so viele Fälle wie in ganz Deutschland

Die Zahlen sind schockierend: Laut der John Hopkins Universität haben sich in New York City inzwischen 10.764 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 99 Menschen starben dort bisher an Covid-19. Zum Vergleich: In ganz Deutschland gibt es aktuell 24.873 Corona-Fälle und 94 Tote (Stand 23. März, 6:40 Uhr). New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio schlug darum nun Alarm.

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New Yorker müssen jetzt Abstand halten

Innerhalb kürzester Zeit hat sich die US-Metropole zu einem "Epizentrum" der Krise entwickelt. De Blasio gehe davon aus, dass in nur zehn Tagen wichtiges medizinisches Material knapp würde, zitierte ihn der Sender BBC. "Wenn wir nicht mehr Beatmungsgeräte bekommen, werden Menschen sterben", warnte er.

Coronavirus-Ausbruch in New York
In New York steigen die Infektionszahlen rasant an.
© REUTERS, EDUARDO MUNOZ, EM/DH

De Blasio appellierte an die Bürger von New York, Abstand voneinander zu halten und Spaziergänge oder notwendige Einkäufe auf ein Minimum zu beschränken. Schon jetzt gibt es dort rund ein Drittel aller in den USA erfassten Fälle. Der Bürgermeister sprach von einer "neuen Realität", die Wochen oder Monate andauern könnte.

Ausgangsbeschränkungen in New York

Seit Freitag gelten für die 19 Millionen Menschen, die im Bundesstaat New York Ausgangsbeschränkungen. Ab Sonntagabend mussten Einkaufszentren, Friseursalons, Büchereien und andere "nicht lebensnotwendige" Einrichtungen schließen. Die meisten Firmen dürfen ihre Mitarbeiter nur noch von zu Hause aus arbeiten lassen. Schulen, Museen, Kinos und viele Geschäfte sind schon seit Tagen geschlossen. Auch Ansammlungen von Menschen in Parkanlagen oder auf Spielplätzen seien nicht erlaubt.