Verzehr ist gesundheitsgefährdend

Lebensmittel-Rückruf nach Listerien-Fund in Schweizer Käse

Käse-Rückruf wegen Listerien-Fund.
© Cachaco

13. Mai 2020 - 11:06 Uhr

Listerien in Schweizer Käse gefunden

Lebensmittel-Rückruf von Schweizer Käse wegen Listerien-Fund: Die Käserei Vogel AG in Steinerberg hat bei internen Kontrollen Listerien (serotype 4B, ST6) sowohl im Käse als auch in der Produktionsstätte nachgewiesen. Vor dem Verzehr der Produkte wird nun gewarnt, da der Konsum die Gesundheit gefährden kann.

Käse wurde wahrscheinlich auch in Deutschland verkauft

Die Käserei Vogel AG hat die Produkte aus dem Verkauf nehmen lassen. Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV warnt davor, die betroffenen Produkte zu konsumieren.

Die Produkte sind in der gesamten Schweiz in den Verkauf gelangt und laut einer Meldung des europäischen Schnellwarnsystems RASFF wahrscheinlich auch in Deutschland verkauft worden, berichtet die Website "Produktwarnung.eu".

Diese Produkte sind betroffen:

Folgende Produkte der Käserei Vogel mit der Betriebsnummer CH-5707 sind betroffen:

• Bärlauch-Rahmkäse

• Bio Knoblauch-Rahmkäse

• Bio Pfeffer-Rahmkäse

• Bio Schafbergkäse

• Bio Schafbrie

• Bio Schafmutschli

• Bio Ziegenkäse

• Bio Brie

• Brie de-luxe/Brie Bloc

• Brie Tomate

• Brie Carré

• Chnobli Chäs

• Denner Bergkäse aus der Innerschweiz (siehe Rückruf Denner Bergkäse)

• Grottenkäse

• Pfeffer-Rahmkäse "Don Pepe"

• Rauch-Chäsli

• Steinerberger Bio Bergkäse

• Steinerberger Mutschli

• Steinerberger viertelfett

• Tell Geisskäse

• Ur-Schwyzer Bergkäse (Swiss Knife Valley)

• Urschwyzer halbfett

• Urschwyzer Kräuterkäse

• Wildspitz-Bergkäse

• Wildspitzkäse Bio Rahm

• Ziegenfrischkäse

• Ziegenkäse A.X.V.

• Migros Deutschschweiz (mit Ausnahme von Migros Genossenschaften Wallis und Aare): Bio Schafkäse (Offenverkauf), Käseplättli mild, Steinerberger halbfett, Steinerberger viertelfett (Offenverkauf), Zuger Wildspitzkäse (siehe Rückruf Migros)

Symptome nach einer Infektion mit Listerien

Die Listeriose entwickelt sich nach der Infektion mit Listerien. Die Ansteckung erfolgt oral oder über Schmierinfektionen. Prinzipiell sind Listeriosen aber meist lebensmittelbedingt. Da sich Listerien auch bei Temperaturen bis unter null Grad vermehren können, finden sie sich auch in gekühlten Produkten im Kühlschrank. Vor allem Milch und Milchprodukte wie Käse, rohes Fleisch, Geflügel oder auch roher oder geräucherter Fisch sind häufig verseucht, sodass sich Menschen beim Genuss dieser Lebensmittel anstecken können.

Während Listerien gesunden Menschen mit einem intakten Immunsystem wenig anhaben können, können sie vor allem bei Schwangeren, Säuglingen, älteren Menschen sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem weitreichende Folgen haben.

Die Symptome erinnern zunächst oftmals an eine Grippe. Typisch sind Fieber, Durchfall und Erbrechen. Schlimmstenfalls können die Listerien bei stark geschwächten Personen auch eine Hirnhautentzündung auslösen oder zu einer Blutvergiftung führen. Bei abwehrgeschwächten Menschen sind die Erreger auch Verursacher seltener Infektionen in Krankenhäusern.

Wie Sie sich vor einer Infektion schützen, erklären wir Ihnen hier.

Alle Informationen zum Thema und die aktuellen Lebensmittelrückrufe, können Sie hier nachlesen.