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Schweiz: Frau muss 1.500 Euro Strafe zahlen - weil sie die Mails ihres Mannes las

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Sie hatte ein komisches Gefühl und loggte sich ins E-Mail-Postfach ihres Ehemannes ein. Er zeigte sie an. Nun muss sie dafür Strafe zahlen. © iStock

Sie vermutete eine Affäre und hatte damit recht

Hätte sie das bloß nicht gemacht - dann wäre ihr die doppelte Strafe erspart geblieben. Doch es ist passiert: Eine Ehefrau aus dem Schweizer Kanton Aargau vermutete, dass ihr Mann ihr fremdgeht und loggte sich in sein E-Mail-Postfach ein. Die erste Strafe: Sie fand heraus, dass er tatsächlich Affären hat - gleich mehrere. Und die zweite: Er zeigte sie an - und das Gericht verurteilte sie zu umgerechnet knapp 1.500 Euro Strafe, wie 'Bild.de' berichtet.

Mails des Partners heimlich lesen? Keine gute Idee

Eigentlich hatten sie keine Geheimnisse voreinander. Sie nutzten einen gemeinsamen Computer und hatten die Passwörter auf Kärtchen notiert - für beide leicht zugänglich aufbewahrt. Doch dann legte sich ihr Mann eine neue E-Mail-Adresse an. Das kam der Ehefrau komisch vor und sie wollte Nachforschungen anstellen. Praktisch für sie: Der Ehemann benutzte fürs neue Postfach das Passwort des gemeinsamen Kontos.

Dann war die Versuchung größer als die Vernunft, und sie loggte sich ein. Als sie die Seitensprünge entdeckte, stellte sie den Betrüger zur Rede. Daraufhin packte er seine Sachen, zog aus und zeigte seine Frau bei der Polizei an.

Ihr Anwalt plädierte auf Freispruch, die Staatsanwaltschaft forderte eine Geldstrafe von 9.900 Franken und eine Buße von rund 4.300 Franken. Ganz schön happig. Doch das Gericht milderte die Geldstrafe auf 1.500 Franken und die Buße auf 300 Franken. Umgerechnet 1.500 Euro musste die neugierige Ehefrau somit zahlen.

Haben Sie schon mal Ihren Partner ausspioniert?

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Die Urteilsbegründung ist interessant

Denn auch wenn ihre privaten Passwörter den beiden Eheleuten bekannt waren, habe die Frau "minimale kriminelle Energie gezeigt", so die Begründung. Die Frau hatte sich nämlich vorher informiert, ob sie sich mit dem Schnüffeln strafbar machte, wie der Google-Suchverlauf verriet. Hätte sie mal besser recherchiert und den Mann direkt zu Rede gestellt.

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