Mücken-Mythen im Faktencheck

Schweiß, Kleidung, Licht: Wann stechen Mücken am meisten zu?

27. Juli 2020 - 11:52 Uhr

So schützen Sie sich am besten!

Bssssss… Sommerzeit ist Mückenzeit! Schon das fiese Summen macht uns verrückt – doch leider bemerkt man die unliebsamen Plagegeister meistens erst dann, wenn es schon zu spät ist. Darüber, was Stechmücken an uns Menschen ganz besonders anzieht, gibt es jede Menge Weisheiten. Aber interessiert es die kleinen Biester wirklich, welche Farbe unsere Kleidung hat? Und fahren sie wirklich so auf unseren Schweiß ab, wie viele sagen? Im Video räumt Dr. Erik Schmolz vom Umweltbundesamt mit den vier größten Mücken-Mythen auf!

Zieht Licht wirklich Mücken an?

"Fenster zu oder Licht aus – sonst ist hier gleich alles voll!" – denken im Sommer wohl die meisten von uns. Tatsächlich ist es aber nicht das Licht, das Stechmücken zu uns leitet, sondern unser Geruch, unsere Körperwärme und das Kohlendioxid, das wir ausatmen. Und Menschen sind eben da, wo Licht ist. Da Mücken nachtaktiv sind, sollten Sie sich abends und nachts also verstärkt vor ihnen schützen.

Gibt es in Gärten und auf Wiesen mehr Mücken?

Das kommt darauf an: Mücken legen ihre Eier in stehenden Gewässern und Feuchtgebieten. Brutstätten können jegliche Arten von Wasserstellen sein: Teiche, Tümpel, aber auch Regentonnen, Vogeltränken oder Pfützen sind beliebte Stellen. Deshalb sollte man sich vor allem in der Nähe von Wasser gut wappnen.

Übrigens: Nur die Weibchen pieksen. In unserem Blut befindet sich Nährstoffe wie Proteine und Eisen, den die Weibchen für die Produktion ihrer Eier benötigen. Mit ihrem Rüssel saugen also nur die Weibchen das Blut, die Männchen nehmen damit Blüten-Nektar oder Obstsaft auf - was die Weibchen übrigens auch tun, wenn sie gerade keine Eier produzieren müssen. Das müssen sie allerdings oft: Ein Weibchen kann bis zu eine Millionen Eier im Jahr legen.

Was hilft wirklich dagegen, gestochen zu werden?

Chemischer Mückenschutz in Form von Lotion oder Spray ist äußerst wirksam. Hierbei kommen die Wirkstoffe DEET oder Icaridin zum Einsatz. Allerdings sollten Sie beim Gebrauch von DEET auf mögliche Nebenwirkungen wie Hautreizungen achten. Zudem sind beide Mittel nicht wasserfest.

Worauf Sie bei chemischem Mückenschutz achten sollten und welcher am besten funktioniert, erklären wir hier.

Ätherische Öle wie Bergamotte, Zitrone, Lavendel und Anis zeigen zwar Wirkung, jedoch nur schwach und nicht sonderlich lange. Dafür gibt es Pflanzen, die dabei helfen können, die Mückenplage einzudämmen – die sieben effektivsten zeigen wir Ihnen hier!