Basti sagt Servus: Fußball-Gott Schweinsteiger krönt emotionales Abschiedsspiel mit letztem Traumtor

29. August 2018 - 10:29 Uhr

Einer der größten Fußballer tritt ab

Es war ein Abend voller Emotionen, voller Erinnerungen, voller Wehmut aber auch voller Stolz und Freude: Bastian Schweinsteiger hat Servus gesagt, bei seinem denkwürdigen Abschiedsspiel bei RTL trug er ein letztes Mal das Trikot seiner großen Liebe FC Bayern München und lieferte dem Publikum in der ausverkauften Allianz Arena noch einmal eine große Show - samt Traumtor.

Bewegende Begrüßung in der Arena

Das Duell zwischen dem FC Bayern und Schweinsteigers aktuellem Club Chicago Fire aus der Major League Soccer gewannen die Münchner 4:0 (1:0). Der Weltmeister spielte die ersten 45 Minuten im Trikot des US-Teams und die zweiten ein letztes Mal in seinem Lieblingstrikot, dem des FC Bayern.

Das erste große Highlight ging aber schon vor dem Anpfiff mitten rein ins Herz. Mit Gänsehaut lief Weltmeister Schweinsteiger allein und unter Scheinwerferlicht in die abgedunkelte Allianz Arena ein.

Die Fans empfingen ihn mit Sprechchören, Basti klatschte viele Anhänger einzeln ab und herzte seine alten Münchner Weggefährten, die auf dem Rasen Spalier standen. Dort angekommen ließ er sich mit all den Trophäen ablichten, die Schweinsteiger in seiner 14-jährigen Karriere bei den Bayern gewann. Wer weiß, wie viele Titel die Münchner in der Regel gewinnen, erahnt, wie groß der hinter dem 34-Jährigen aufgebaute Trophäenschrank sein musste.

Alle Bayern mit der 31

Als das Spiel begann musste Schweinsteiger gleich mit ansehen, wie die Münchner durch Neuzugang Serge Gnabry in Führung gingen (7.), Ex-Nationalspieler Sandro Wagner erhöhte (38.).

In der zweiten Halbzeit wollte Schweinsteiger dann aber auch gewinnen. Im Bayern-Trikot Nummer 31 kehrte er auf das Feld zurück und damit ihn der Gegner nicht zu genau erkennen konnte trugen plötzlich auch alle anderen Münchner die 31 auf dem Rücken.

Schweinsteigers Traumtor

Er lebe hoch: Bastian Schweinsteiger lässt sich bei seinem Abschiedsspiel feiern
Er lebe hoch: Bastian Schweinsteiger lässt sich bei seinem Abschiedsspiel feiern
© REUTERS, MICHAEL DALDER, MS

Schweinsteiger wollte natürlich noch sein Tor, doch seine Klubkameraden aus den USA machten es ihm nicht leicht. Mehrfach verteidigten die Amerikaner gut, auch der Keeper machte keinen Schritt zur Seite, doch Schweinsteiger wäre nicht zur großen Legende seines Sports geworden, wenn er es nicht erzwungen hätte: Acht Minuten vor Schluss löste er sich mit einem Sprint vom Gegenspieler und verlängerte eine Flanke volley aus 14 Metern elegant ins Tor.

Und dann kullern die Tränen

Die Bayern-Spieler ließen ihre Club-Ikone hochleben -  es war der perfekte Abschluss eines emotionalen Spiels, doch es sollte noch viel emotionaler werden: Nach dem Abpfiff kullerten die Tränen. Bei ihm, den Fans im Stadion und auch vielen Anhängern am TV.

So viele Titel mit dem FC Bayern, die Krönung mit dem Weltmeistertitel in heiligen Marcana - danke Basti, für so viele großartige Momente! Einer der ganz Großen tritt an diesem Abend ab.