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Schweden verbietet Mikroplastik in Kosmetika - das macht es mit unserem Körper

Mikroplastik ist schädlich für Mensch und Umwelt.
Mikroplastik ist überall drin und es gelangt ungehindert in unseren Körper. © dpa, ---

Schädliches Mikroplastik

Die enorme, jährliche Verschmutzung unserer Umwelt durch Plastik ist kein Geheimnis mehr. Besonders das Mikroplastik ist überall: 83 Prozent unseres Trinkwassers sind mittlerweile verseucht. Dadurch gelangt es ungehindert in unseren Körper. Die gesundheitlichen Folgen sind nur zur erahnen. Schweden will daher Kosmetika mit Mikroplastik ab dem 1. Juli 2018 verbieten. Auch die Grünen wollen ein solches Verbot durchsetzen.

So gelangen die kleinen Plastikteilchen ins Wasser

Mikroplastik-Partikel sind mikroskopisch kleine Kunststoffteilchen, die unter fünf Millimeter groß sind und sich nicht auflösen.

Die Partikel sind damit so klein, dass Kläranlagen sie nicht aus dem Wasser herausfiltern können. Doch wo kommen sie her?

Zum einen entstehen sie beim Waschen von synthetischer Kleidung. Die Kunstfaser-Kleidungsstücke sondern Fasern ins Wasser ab. Weil die Mikropartikel gut reinigen, sind sie auch häufig in Kosmetikprodukten, wie Peelings, Duschgels oder Zahnpasta zu finden. Auch in Make-up wie Puder und Lipgloss sind sie enthalten. Plastik in Kosmetikprodukten zu erkennen, ist schwierig. Bei den Inhaltsstoffen stehen meistens komplizierte Begriffe wie Polymethylmethacrylat, Nylon-6, Acrylates Copolymer oder Polyethylenterephthala - alles Kunststoffe.

Doch die kleinen Partikel sind heftig umstritten. Sie sollen über das Abwasser in die Umwelt und sogar in unser Essen gelangen.

Um einen Teil des Mikroplastiks zu vermeiden, verbietet Schweden nun Kosmetika mit Mikroplastik.

Auswirkungen auf den Menschen kaum erforscht

Bisher ist noch wenig darüber bekannt, was das Plastik mit unserem Körper anstellt. Aber das Mikroplastik wird in der Nahrungskette weitergegeben und kommt so letztendlich bei uns auf den Teller und in unseren Körper. Gefährlich wird es für uns, wenn sich das Mikroplastik soweit zersetzt hat, dass es durch unsere Zellwände dringen kann. Dadurch kann es sich in unserem Körper absetzen und verursacht teils heftige Entzündungen.

Um Mikroplastik zu vermeiden, können Sie auf Naturkosmetik zurückgreifen und Peelings selbst herstellen. Auch beim Kleidungskauf können Sie sich für Naturfasern wie Baumwolle, Wolle, Leinen und Seide entscheiden.

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