Schweden: Familie Hejlskov lebt seit acht Jahren ohne Strom und fließendes Wasser

20. September 2018 - 9:49 Uhr

Sie haben ihr altes Leben ganz bewusst aufgegeben

Bäume, Bäume und noch mal Bäume – und weit und breit keine Menschenseele. Für viele sind ein paar Tage im Wald eine willkommene Auszeit vom hektischen Stadtleben. Die dänische Familie Hejlskov ging allerdings weiter: Inzwischen lebt sie seit acht Jahren im Nirgendwo in Schweden. Der Schulweg von Sohn Sigurd dauert täglich mehrere Stunden, geduscht wird nur alle zwei Wochen. Trotzdem sind die Hejlskovs glücklich und zufrieden. Unsere Reporterin hat die Familie besucht und nicht nur einmal gestaunt.

„Alles, was wir taten, wirkte sinnlos.“

Doch warum entscheidet man sich zu einem Leben fernab der Zivilisation? "Für uns war es quasi in Verzweiflungsakt, weil wir einfach kein glückliches Leben geführt haben. Alles, was wir taten, wirkte sinnlos", erzählt Mutter Andrea. Ihr Mann Jeppe litt sogar unter Depressionen. Gemeinsam beschlossen sie, die Kinder aus der Schule zu nehmen, kündigten ihre Jobs und flohen in die Stille der Wälder Nordschwedens. Die drei ältesten Kinder leben inzwischen wieder in der Stadt, der achtjährige Sigurd erfreut sich immer noch täglich am Grünen: Statt mit dem Smartphone spielt er mit Stöcken.

Wie der Alltag der Familie aussieht und warum ein Geschäftstermin in Kopenhagen für Andrea der blanke Horror ist, sehen Sie im Video.