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Schwarz-Grüne Regierung in Hessen immer wahrscheinlicher

Ein schwarz-grüner Löwe
Ein schwarz-grüner Löwe, ein farblich umgestaltetes, hessisches Landeswappen-Tier, steht auf einem Tisch. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv © deutsche presse agentur

Nach der Absage der FDP an ein Ampel-Bündnis verdichten sich die Zeichen für eine Neuauflage von Schwarz-Grün in Hessen. Während sich die Freien Demokraten auf eine mögliche Oppositionsrolle einstimmen, unterstreichen die Grünen ihre bisherige inhaltliche Zusammenarbeit mit der Union.

"Wir haben einen vernünftigen Modus Vivendi in den letzten fünf Jahren gehabt. Wir können uns sehr gut über Inhalte auseinandersetzen", sagte Grünen-Vorsitzender Kai Klose am Samstag nach einem kleinen Parteitag in Frankfurt. Ob es jedoch bei dem bestehenden Regierungsbündnis bleibe, werde sich erst nach Abschluss der Sondierungsgespräche in der kommenden Woche zeigen. Am Montag (5. November) wollen sich die beiden Parteien zu einer neuen Gesprächsrunde in Wiesbaden treffen.

Von deren Verlauf erhoffen sich die Grünen weitere Erkenntnisse über "mögliche Schnittmengen und Konfliktpotenziale" mit dem möglichen Koalitionspartner. "Ich denke, wir werden dann noch mal intensiver in die einzelnen landespolitischen Themenfelder eintauchen", kündigte Klose an. Falls die CDU im Anschluss eine Einladung zu Koalitionsverhandlungen ausspreche, sei man vorbereitet.

Nach dem vorläufigen Endergebnis der Landtagswahl können die Grünen mit knapper Mehrheit die Koalition mit der CDU fortsetzen. Rechnerisch möglich wäre auch ein Ampel-Bündnis mit SPD und FDP. Diese Möglichkeit unter Führung der Grünen als zweitstärkster Partei hinter der CDU in Hessen lehnen die Liberalen aber ab. Auch für eine Jamaika-Koalition mit CDU und Grünen steht die FDP nicht zur Verfügung, weil sie rechnerisch nicht gebraucht würde.


Quelle: DPA

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