"Würde Entschuldigung nicht annehmen!"

Schwangere Maria (†18) auf Usedom getötet: Das hat die Oma den Tätern zu sagen

6. September 2019 - 14:53 Uhr

Hohe Haftstrafen für beide Täter

Die Tat macht fassungslos: Weil sie einen Menschen sterben sehen wollten, haben zwei junge Männer die schwangere 18-jährige Maria aus Zinnowitz auf Usedom getötet. Beide Täter erhielten heute vor dem Landgericht Stralsund hohe Haftstrafen. Im RTL-Interview erzählt die Großmutter der Getöteten, warum sie bei dem Hauptangeklagten Nicolas K. kein Zeichen der Reue erkennen kann. Eine Entschuldigung würde sie nicht annehmen.

Mörder waren sogar auf Marias Trauerfeier

Der Haupttäter Nicolas K. erhält 12 Jahre Jugendhaft. Zusätzlich ordnet das Gericht Maßregelvollzug in einer Psychiatrie an. Ein Gutachter bescheinigte ihm, extrem gefährlich zu sein. Der zweite Täter, Niko G., muss lebenslang hinter Gitter. Weil das Gericht bei ihm eine besondere Schwere der Schuld festgestellt hat, ist eine vorzeitige Haftentlassung ausgeschlossen.

Die beiden Männer kannten Maria, hatten sie unter einem Vorwand in ihrer Wohnung besucht. Dort stach der 19-Jährige von hinten auf die junge Frau ein. Der andere soll sie festgehalten haben. Das bestritt er, aber DNA-Spuren an Marias Hose überzeugten das Gericht von seiner Mitschuld.

Nach der Tat besuchten die beiden Männer sogar Marias Trauerfeier. Erst ein Tipp aus dem Umfeld brachte die Polizei schließlich auf ihre Spur. Beim Prozessauftakt hob der 19-jährige Haupttäter den Mittelfinger, verhöhnte so Angehörige und Prozessbeobachter. Emotionslos schilderte er dann die Bluttat so detailreich, dass sich der Mittäter sogar übergeben musste.