Island macht Platz für "Free Willys" Freunde

Schutzbucht in Island: Besseres Leben für Wale aus Gefangenschaft

27. Oktober 2018 - 14:22 Uhr

Tierschützer schlagen oft Alarm über die Lebensbedingungen von Walen

Sie leben in Zoos oder in Touristenattraktionen wie Seaworld, führen dort Kunststücke vor. Insbesondere für Familien mit Kindern ein Urlaubshighlight - doch immer wieder schlagen Tierschützer Alarm und machen auf die sehr beengte und oft nicht tiergerechte Lebenssituation von Walen und Delfinen aufmerksam. Aber jetzt gibt es Hoffnung für viele Wale in Gefangenschaft: In Island wird das erste geschlossene Schutzgebiet für sie eröffnet. Laut Naturschützern ist die Klettsvik-Bucht auf der Insel Heimaey der perfekte Ort für die Tiere.

"Little White" und "Little Grey" dürfen bald in die Freiheit

In die Klettsvik-Bucht in Island  werden Wale ausgewildert.
In die Klettsvik-Bucht in Island werden bald Wale ausgewildert.
© Enex

"Es ist wichtig, dass die Wale in einer möglichst natürlichen Umgebung gehalten werden, in einem Aquarium können wir diesen wirklich intelligenten Tieren nicht gerecht werden", sagt Andy Bool, Leiter von Sea Life Trust.

Wale, die in Gefangenschaft gelebt haben, lassen sich nur schwer ganz auswildern. Sie brauchen den Menschen, sind dessen Nähe gewohnt und auch vom Futter abhängig. 300 Orcas leben derzeit in Gefangenschaft, so die Zahlen von "Sea Life Trust", darunter auch "Little White" und "Little Grey". Die beiden Belugas werden aus einem Zoo in Shanghai in die Schutzbucht vor Island umgesiedelt. Wie es den beiden Belugas derzeit noch geht und wohin sie bald umziehen, zeigen wir Ihnen im Video.

"Die Wale haben mehr Platz und können tiefer tauchen"

"Mit dem Aufbau von Schutzgebieten haben wir die Möglichkeit, den Tieren eine natürliche Umgebung zu geben. Die Wale haben viel mehr Platz, können tiefer tauchen, und sie können machen, was auch immer sie wollen - vor allem keine Kunststücke für zahlende Besucher", freut sich Theodora Iona, Sprecherin der Tierschutzorganisation Peta.