Fahrplan wird wieder ausgeweitet

Bahn will per App vor zu vollen Zügen warnen

Die Navigator-App der Deutschen Bahn soll zukünftig über zu volle Züge informieren
© picture alliance, dpa, Sebastian Gollnow

25. Mai 2020 - 7:03 Uhr

Passagierfluss soll besser gesteuert werden

In der Corona-Krise hat die Deutsche Bahn ihr Angebot wegen massiver Einbrüche bei den Fahrgastzahlen heruntergefahren. Jetzt soll der Fahrplan langsam wieder aufgestockt werden. Damit die Züge dabei nicht zu voll werden, will der Konzern in Zukunft per App vor einer zu hohen Auslastung warnen.

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Bei einer Auslastung von 50 % sollen Fahrgäste selbst ausweichen

Begonnen hat die Bahn mit dem Wiederhochfahren bereits Anfang Mai, vor allem im Regionalverkehr. Seither fahren zumindest im Regionalverkehr wieder 90 Prozent der Züge. Nun soll allmählich auch der Fernverkehr folgen. Damit die Fahrgäste dabei so viel Abstand wie möglich wahren können, seien die Bahn-Navigator-App und die Buchungs-Website so umprogrammiert worden, dass Nutzer Züge mit einer Auslastung von 50 Prozent und mehr angezeigt bekämen. Damit sollten sie die Möglichkeit bekommen, auf weniger volle Züge auszuweichen, berichtet der Spiegel unter Berufung auf Konzernkreise.

Bei weiterer Zunahme von Reservierungen Buchungseinschränkungen geplant

Wenn die Reservierungen trotz dieses Warnhinweises auf einer bestimmten Verbindung weiter zunehmen sollten, sollen App und Website künftig verhindern, dass dieser Zug noch gebucht und reserviert werden könne. Diese Funktion solle in den kommenden Tagen freigeschaltet werden. Laut Spiegel können Fahrgäste am Bahnhof allerdings auch weiterhin in einen vollen Zug einsteigen, für den die App keine Fahrkarte mehr verkauft oder keine Reservierung vornimmt.

Sitzplätze nach wie vor nebeneinander buchbar

Eine Reservierungspflicht, wie sie Verkehrsminister Andreas Scheuer vor einigen Wochen ins Gespräch gebracht hat, soll es also demnach erst einmal nicht geben. Auch die Reservierung von Sitzplätzen direkt nebeneinander solle nach wie vor möglich sein. Die Deutsche Bahn setzt stattdessen auf eine verstärkte Desinfektion an Bord und in den Bahnhöfen – das hierfür benötigte Desinfektionsmittel stellt sie sogar selbst her. Zudem gilt die dringende Empfehlung, in den Zügen und im Bahnhof Maske zu tragen – wenn es im jeweiligen Bundesland nicht ohnehin Pflicht ist.

Quelle: DPA/RTL.de

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