Schutz der Lehrkräfte: Ministerium erwägt mehr Corona-Tests

Britta Ernst (SPD), Brandenburger Bildungsministerin. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB
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20. Mai 2020 - 16:00 Uhr

Das Brandenburger Bildungsministerium will Lehrkräfte an Schulen in der Corona-Pandemie besser schützen und schließt auch verstärkte Tests auf den Erreger nicht generell aus. "Aus unserer Sicht ist eine mindestens anlassbezogene Testung beim Infektionsgeschehen etwas, worüber wir sehr gerne weiter nachdenken würden", sagte Ministerin Britta Ernst (SPD) am Mittwoch im Bildungsausschuss. Es müsse im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen an den Schulen weiter diskutiert werden, ob neben den Hygieneregeln die Abstandsregeln der zentrale Arbeitsschutz für die Lehrkräfte sei. "Auf jeden Fall erhöhen Tests das Gefühl der subjektiven Sicherheit", sagte Ernst. Ob der Aufwand lohne, müsse mit dem Gesundheitsministerium erörtert werden.

Ernst kündigte zudem an, dass der Präsenzunterricht an Brandenburger Schulen bis zu den Sommerferien in eine weitere Phase geht. Die Jahrgangsstufen 1 bis 4 der Grundschulen sollen ab dem 25. Mai an zwei Tagen in der Woche Unterricht erhalten, die Stufen 5 und 6 sollen nur noch einmal pro Woche zur Schule. Das teilte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Mittwoch im Bildungsausschuss mit. Wichtig sei, dass durch die Schule die Kinder erreicht werden. "Auch die Kleineren, damit sie nicht vergessen, was Schule eigentlich ist (...)", sagte Ernst.

Angesichts der Kapazitätsbegrenzung wegen der Abstandsregeln würden in den Schulen für jede Klasse zwei bis drei Räume gebraucht. Deshalb habe man sich für dieses Modell entschieden und es auch dem Landesschulbeirat vorgestellt. Wenn genug Räume und Lehrkräfte da sind, könne das Angebot für die Klassen 5 und 6 ausgeweitet werden. "Wir haben auch kein Problem damit, wenn im Einzelfall eine andere Lösung gefunden wird", betonte die Ministerin.

Vor den am 24. Juni beginnenden Sommerferien soll allen Schülern in Brandenburg der Schulbesuch und die Teilnahme am Präsenzunterricht mindestens tage- oder wochenweise ermöglicht werden.

Quelle: DPA