Schusswechsel auf See zwischen Nord- und Südkorea

23. Mai 2014 - 11:58 Uhr

An der umstrittenen Seegrenze zwischen Nord- und Südkorea ist es offenbar zu einem Schusswechsel zwischen den beiden Nachbarstaaten gekommen. Nordkorea habe mindestens einen Artilleriegeschoss abgefeuert, das in der Nähe eines südkoreanischen Patrouillenboots niedergegangen sei, sagte ein Militärvertreter in Seoul. Das Schiff sei nicht getroffen worden. Es habe aber auf ein nordkoreanisches Marineschiff zurückgeschossen, berichtete der südkoreanische Nachrichtensender 'YTN'.

Bewohner der Insel Yeonpyeong, die südlich von der umstrittenen Grenze liegt, zogen sich nach Angaben des Militärvertreters in Bunker zurück. Weitere Schüsse seien nach dem Zwischenfall aber nicht gefallen. Nordkorea hatte erst kürzlich in dem Gebiet Schießübungen abgehalten. Die Regierung in Pjöngjang erkennt die Seegrenze nicht an. 2010 wurden bei einem nordkoreanischen Artilleriebeschuss von Yeonpyeong vier Menschen getötet.