Schummelvorwürfe gegen Ferrari

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15. April 2017 - 11:22 Uhr

Unterboden, Heckflügel und Diffusor am Pranger

Red Bull hat vor dem GP von Bahrain gegen Ferrari schwere Vorwürfe erhoben. Unter anderem soll der Unterboden an den Autos der Scuderia nicht regelkonform sein. Zudem sollen sich Heckflügel und Diffusor während der Fahrt verbotenerweise verbiegen.

"Sehr, sehr belastende Bilder"

Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko sprach im ORF von "sehr, sehr belastenden Bildern, wo ja nicht nur der Unterboden, sondern auch andere Teile viel Flexibilität gezeigt haben. "Schauen wir einmal, wie die FIA reagiert. Aber es wäre schade, wenn Ferrari nur dadurch vorn wäre", sagte der 73-Jährige.

Sebastian Vettel blieb gelassen: "Das höre ich das erste Mal." Die Spekulationen um irreguläre Aerodynamik-Teile bei Ferrari gibt es bereits seit den Tests in Barcelona. Aber bisher konnte der Weltverband FIA bei seinen regelmäßigen Checks an den roten Autos nichts Illegales feststellen.

Vettel vermutet Neid und Missgunst

"Wenn man vorne ist, wird es immer etwas geben, was den anderen nicht schmeckt. Deswegen glaube ich, ist es eher ein Kompliment", so Vettel weiter. Marko hofft nun, dass die FIA noch einmal etwas genauer hinschaut. Red Bull sei "nicht die Polizei, das ist die FIA, und die müssen sich darum kümmern. Von uns wird nichts Offizielles kommen", sagte der Österreicher motorsport-magazin.com.